Hier hat wirklich noch niemand was geschrieben? Na, dann mache ich mal den Anfang.
Mir hat die Folge gefallen und das liegt besonders daran, dass ich von Martha Masters (das M. lass ich mal weg, das erinnert so an Herrn Kerner xD) absolut positiv überrascht war. Vor der Folge habe ich nicht viele Spoiler gelesen/gesehen, nur so viel, dass ich wusste, dass Masters wohl eine Mischung zwischen House, Cuddy, Cameron und Kutner und noch einigen erfrischenden Extras sein soll.
"Mischung" fand ich eher nicht so berrauschend, aber nach der Folge muss ich sagen, wenn das so bleibt: genial! (*hust* Hat OW nicht vielleicht noch ein paar Filme zu drehen?)
Gewisse Eigenschaften von Cameron? Dem kann man nicht widersprechen!
Cuddy? Das Gespräch zwischen ihr und Masters war ja sowas von eindeutig.
House? Hallo, zusammen nen IQ von 300? Würd mich ja mal interessieren, ob sie brüderlich/schwesterlich teilen, oder ob einer dann doch ein paar Pünktchen mehr hat. xD
Kutner konnte ich noch nicht so entdecken, da bin ich mal sehr gespannt, erfrischend war sie auf jeden Fall.
Wie so oft: Taub ist einfach super! Das Basketballspiel mit Foreman war echt lustig und über sein "Are you a vampire? It´s ok, we´re inviting you in." hab' ich sehr gelacht. Und auch über Foreman.

Als er Taub verarscht hat. Und ne Folge, in der ich über etwas, das Foreman gesagt hat, lache, ist immer ne besondere FolgexD
Dann noch schnell zum Fall:
Ich muss gestehen, dass ich eher die Geschichte hinter dem Fall, also die politischen Verstrickungen - gerade auch, wenn man das politische Geschehen in den USA der letzten paar Monate beobachtet hat - um einiges interessanter als den medizinischen Fall an sich fand. Die Reaktionen des Patienten, der mit der "verlogenen" Welt der Politiker bestens vertraut ist und damit auch als Patient vieles vielleicht ein bisschen anders sieht, fand ich echt gut.
Ach, und dann gab´s da ja auch noch so ein bisschen House/Cuddy-mäßiges (kleine Randbemerkung: Liebe Bayernspieler, JETZT könnt ihr aber bitte echt gewinnen, oder? *Hundeblick*):
Die Arbeitsbeziehung der beiden ist wirklich sehr interessant. Chase hat schon recht, so lange die beiden ne Beziehung haben, ist es im gewissen Sinne für Cuddy leichter, beruflich gewisse Dinge von ihm zu verlangen. Andernfalls hätte er Masters nämlich wohl noch weniger akzeptiert. Wirklich haben wollte er sie zwar auch nicht, hat sie ja dann auch (mehrmals^^) gekündigt, aber mir kam es immer so vor, als wüsste er, dass er es wenigstens versucht.
Dann noch schnell zu Houses Lüge:
Natürlich war es nicht in Ordung, dass er Cuddy ins Gesicht gelogen hat(und zwar beiden Cuddy, der Boss-Cuddy und der privaten Cuddy).
Die Boss-Cuddy kann mit dieser Lüge aber wohl leichter leben, als die private Cuddy. Sie ist es nicht anders gewohnt und letztendlich ist House eben wegen seiner nicht immer ethnisch korrekten Vorgehensweise das medizinische Genie, das er eben ist. Er hat eben eigentlich immer recht (eindeutig der Vorteil an einem fiktionalen Charakter:D).
Kündigen könnte sie ihm deshalb- wie Masters im Gespräch mit dem Patienten anmerkt - natürlich trotzdem. Wird sie aber nie machen, weil die Boss-Cuddy weiß, was sie vom Angestellten House erwarten kann und sich damit auch arrangieren kann. Und, weil die reine Arbeitsbeziehung der beiden immer funktioniert hat.
Für die private Cuddy ist das eine ganz andere Baustelle. Rational kann sie ihm nämlich keinen Vorwurf machen - und das weiß sie wohl auch. Das hat sie in 'Help me' akzeptiert und es sogar in 'Now what?' noch einmal wiederholt/verstärkt. House hat sie immer belogen und wird sie auch weiterhin belügen. So hart das auch klingen mag. People don´t change. Jedenfalls nicht, wenn man sie dazu zwingt, sich zu verändern. Sachen wie einer neuen Masseurin, ein neues Teammitglied und mal auf Rachel aufpassen, waren für House scheinbar nicht wichtig genug, dass er sich groß gegen Veränderung gewehrt hätte. Die Medizin ist es. In dem Fall wird er immer tun, was er für richtig hält und sich nicht verändern lassen. Zum Glück.
Das weiß auch die private Cuddy - rein rational gesehen. (Kleiner Pluspunkt noch für House: Er hat durchaus mit sich gerungen, was schon ziemlich ungewöhnlich für ihn ist, wenn er mal erkannt hat, was die richtige Entscheidung ist)
Emotional sieht das ganz anders aus. Wer will denn von einer Person - die man liebt - angelogen werden? Und wer will immer nur die Numer zwei (hinter der Medizin) bei einer Person bleiben? Cuddy - wie wohl die meisten Menschen - sicher nicht. Und das kann man ihr meiner Meinung nach nicht zum Vorwurf machen. Dass sie also am Ende enttäuscht ist, finde ich sehr nachvollziehbar. Trotzden halte ich Houses Entscheidung für die richtige.
Insgesamt wirklich eine Folge, die mir gefallen hat.