#5 von Hughseyes » So 19. Dez 2010, 12:24
5. kapitel
Eine ganze Woche redeten Wilson und House kein Wort miteinander. Das war sehr schwer für Jasmin, weil sie mit House befreundet und mit Wilson zusammen war. Das hieß egal zu wem sie stehen würde, einer würde immer enttäuscht sein. Deshalb hielt sie sich aus ihren Streitigkeiten meistens raus. Als sie Wilson eines Tages wieder in der Klinik besuchte, schien das kein schöner Besuch zu werden. Schon als sie sein Büro betrat, beschlich sie das Gefühl, dass irgendwas Schlimmes passieren würde. Und so sollte es auch sein. Jasmin wusste nicht warum, aber sie sprach das Thema House an und schon war es passiert. Sie stritten so heftig wie sie noch nie gestritten hatten. Sie schrien sich regelrecht an. Jasmin sagte: „Du musst dich endlich entscheiden, verdammt! Entweder ich oder Greg, aber beides geht einfach nich! Das wird mir auf Dauer einfach zu anstrengend.“ Wilson sagte darauf nur: „Ich würde mich für keinen von euch beiden entscheiden, wenn ich die Wahl hätte. Ihr macht es mir beide nich leicht und seid mir einfach zu lästig.“ Irgendwann hatte Jasmin die Schnauze voll und wollte gehen, aber irgendwie war ihr plötzlich schwindlig. Sie taumelte ein paar Schritte nach hinten, bis sie an der Wand Halt fand. Wilson wollte ihr helfen, doch sie wehrte ihn ab und verließ sein Büro. Als sie dann im Fahrstuhl stand bekam sie aufeinmal Kopfschmerzen. Sie dachte, dass es nichts wäre und wollte gehen. Plötzlich sah sie aber nur noch verschwommen und ihr wurde so warm. Sie sah wie House und Cuddy auf sie zukamen. Plötzlich fing sie an zu husten und brach zusammen. Ab da bekam sie nicht mehr viel mit. Sie weiß noch wie zwei Personen zu ihr geeilt kamen und sich über sie beugten. Die Eine hob ihren Kopf, die Andere gab irgendwelche Befehle. Die Person, die ihren Kopf hielt, redete mit ihr doch sie konnte ihr nicht antworten. Das Nächste, an das sich Jasmin erinnern kann ist, dass sie in einem Krankenzimmer aufwachte. House saß neben ihr am Bett. Jasmin musste wohl geschlafen haben und er hat offenbar darauf gewartet, dass sie aufwachte. Als sie ihn ansah, lächelte und erklärte ihr was passiert war. Er stellte ihr einige Fragen. „Hast du Schmerzen? Und wenn ja welche?“, fragte er. Bevor Jasmin die Fragen beantworten konnte, hörte sie Wilsons Stimme, die so nah klang. Sie dachte, dass sie es sich nur einbildete, doch als sie zur Tür sah stand er da. Aus irgendeinem Grund war Jasmin aber nicht sehr erfreut darüber. Er machte sich erst gar keine Mühe mit House in den Flur zu gehen. Nein, er sagte ihm gleich in ihrem Zimmer: „Ich will nich, dass du sie behandelst.“ House verließ das Zimmer und Jasmin sah ein bisschen enttäuscht hinter ihm her. Dann kam Wilson an ihr Bett. Er sah traurig aus, aber er sagte nichts. Jasmin sagte auch nichts, denn in solchen Sachen ist sie sehr stolz. Er nahm nur ihre Hand und küsste sie. Dann setzte er sich neben sie. Eine Weile schwieg er noch, dann entschuldigte er sich. Er sagte: „Ich hab´s nich so gemeint. Ich hab in letzter Zeit einfach ein bisschen viel Stress.“ Jasmin entschuldigte sich ebenfalls und sagte: „Ich hätte dich nich vor die Wahl stellen sollen. Ich könnte mich ja auch nich zwischen meinem besten Freund und der Person entscheiden, die ich liebe.“ Die beiden verziehen sich und Wilson gab ihr einen Kuss. House beobachtete sie von draußen. Cuddy redete mit ihm. Sie sagte: „Rede mit ihm, House.“ Nachdem Cuddy gegangen war, kam House rein und wollte Wilson sprechen. Wilson gab Jasmin einen Kuss und sie sagte: „Bitte vertragt euch wieder!“ Dann sah sie zu wie House und Wilson gemeinsam das Zimmer verließen. „Wilson, überleg´s dir doch bitte nochmal!“ , bat House ihn. Wilson ließ aber nicht mit sich reden. „Willst du dich wieder an meine Freundin ranmachen, House?! Vergiss es!“, warf er House vor. „House, ich liebe sie viel zu sehr um sie einfach so aufzugeben. Es is doch meine Schuld, dass sie jetz hier liegt. Ich will sie einfach nich verlieren, verstehst du?!“ House beruhigte ihn und sagte ihm: „Ich will nix von ihr, Wilson. Und ich werde alles tun um herauszufinden was ihr fehlt, wenn du mich nur lassen würdest.“ Wilson willigte letztendlich ein und so wurde House wieder Jasmins Arzt, worüber sie sehr froh war. House stellte ihr wieder die Fragen: „Hast du Schmerzen? Und wenn ja, welche?“ „Mein Kopf tut weh und mein Hals. Ich hab auch irgendwie Ohrenschmerzen. Mir is auch manchma schlecht und schwindlig.“, erzählte sie ihm. Dann verließ House auch schon wieder das Zimmer. Irgendwann am Abend kam Wilson in ihr Zimmer und setzte sich zu ihr. Jasmin, sah ihn an und wusste eigentlich schon die Antwort doch sie fragte: „Hast du geweint?“ Wilson sah sie an und zögerte. Sie wusste nicht ob er zögerte, weil er überlegte was er ihr sagen sollte oder, weil er sich schämte. Er brauchte aber nichts zu sagen, deshalb fragte sie ihn noch: „War es wegen mir?“ Wilson nickte darauf nur. Er erzählte ihr: „Es is doch meine Schuld, dass du hier liegst. Ich hätte dich aufhalten müssen, als du gehen wolltest. Wir hätten uns erst gar nich streiten dürfen!“ Jasmin schüttelte nur den Kopf und sagte ihm: „Es war nich deine Schuld, James. Ich hab dich ja nichma an mich rangelassen und an dem Streit hab ich genauso Schuld!“ Jasmin wusste nicht wie lange sie miteinander redeten oder wann sie einschlief. Am nächsten Morgen stand House im Zimmer, als sie aufwachte. Wilson saß, mit dem Kopf auf dem Bettrand liegend, neben ihr. Jasmin weckte ihn nicht. House sagte ihr: „Du hast eine sehr heftige Grippe, aber mit etwas Ruhe und Pflege von deinem Freund solltest du bald wieder fit sein.“
