Titel: Von Morgensonne bis Abendrot
Autor: Remy Hadley
Fandom:House MD
Genre: Tragödie
Charaktere: Cuddy, Thirteen, House, Foreman
Spoiler: Nein
Pairing: Huddy, Foreteen
Disclaimer: Die Figuren von House und Co. gehören nicht mir, sondern NBC Universal, FOX und derer Tochterunternehmen.
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Kapitel 1
Ohne Rücksicht zu nehmen knallte House die Patientenakte auf den Tisch. Remy schreckte aus ihren Gedanken auf und schaute sich kurzzeitig ungläubig um. Erst als sich ihre Augen mit denen von House trafen, und sie seinen prüfenden Blick bemerkte, fand sie zu sich und schlug hastig die Akte auf, wobei ihr ein paar Seiten herausfielen, die sie geschwind wieder einsammelte.
Sie und Taub saßen noch allein am Tisch ... Kutner kam seit einiger Zeit andauernd zu spät. Wo Foreman war, wusste sie. Mit keinem würde sie darüber sprechen können, denn ihr fiel es selbst schwer genug es zu realisieren. Wäre sie zu Hause geblieben, hätte House Verdacht geschöpft, aber es war auch so unmöglich, dass sie sich konzentrieren sollte.
"... on-Girl-Action ist Ihnen wohl nicht bekommen? Abdominalschmerzen, Übelkeit, Ausschlag im Genitalbereich... Dreizehn, ich meinte Sie!" Nur in Gedanken drangen die Sätze an ihr Ohr. "Leukämie?" "Wollen Sie mich auf den Arm nehmen? Es ging nicht um 'Wer hat die abwegigste Diagnose'! Taub?!" Taub schaute nicht unbedingt interessierter drein, doch er schien zumindest zu überlegen.
Remy konnte es nicht. Sie wollte bloß raus, raus aus dem Zimmer, aus dem Krankenhaus. Raus, in die Natur, wo gerade die strahlend helle Morgensonne aufging. Was machte Foreman gerade? Sie schaute zum Fenster hinaus, und besah sich die mittlerweile gleißend helle Sonnenscheibe, die sich vom Horizont langsam erhob. Plötzlich sauste etwas an ihrem Kopf vorbei und krachte laut auf die Tischplatte. Ein kurzer Schreckensschrei entfloh ihren Lippen, doch sie fand schnell wieder zu sich. Es war der Gehstock von House gewesen. "Geben sie der Patientin nun Steroide oder nicht? Die Sonne ist morgen auch noch da! Ach nein, sie wollten ja Fenster putzen..." Der Tonfall von House und die Ironie, die darin lag, waren typisch für ihn. Verwirrt und Hilfe suchend schaute Remy zu Taub hinüber, doch der zog nur die Brauen hoch.
Sie verließ das Zimmer, lehnte sich draußen an die Wand, schloss die Augen und holte tief Luft. In diesem Moment kam gerade Kutner angekeucht. Anscheinend war der Fahrstuhl mal wieder außer Betrieb. "Was machst du hier? Alles klar?" "Jaja, alles in... in Ordnung." Das Sprechen fiel ihr schwer. Ihr Mund war trocken.
Kutner verschwand jetzt in der Tür, und auch sie selbst ging nun die Treppen hoch, um der Patientin die Steroide zu verabreichen.
Auf dem Rückweg zu House's Büro wurde ihr furchtbar schwindelig. Sie musste sich anlehnen und schaffte es nur noch mit Mühe zur Toilette. Als sie in einer der Kabinen verschwunden war, drang nur noch ein leises Schluchzen heraus; Der Rest lag in Stille gehüllt. Auch auf den Gängen draußen war nichts zu hören.
Nach einiger Zeit trocknete Remy sich das Gesicht ab und wollte die Toilette verlassen, als ihr etwas aus der Hosentasche rutschte und klappernd zu Boden fiel. "Mist! Die hatte ich vollkommen vergessen!" fluchte sie leise vor sich hin, und hob die Tablettendose auf, die sie sich nun in die Tasche zurückstopfte. Hastig verließ sie den Raum und rief Foreman an.




