Autor: mj1985
Fandom: HuLi/House md.
Genre: Romance, Drama
Charaktere: Hugh Laurie, Lisa Edelstein, Gäste ^^
Spoiler: eventuell
Pairing: Hugh/Jo, Hugh/Lisa, (Lisa/Giammario)
Disclaimer: Wenn ihre keine Real Person Fanfiktions mögt, dann braucht ihr wohl nicht weiterlesen
.Kapitel 1
„Denkst du auch mal an mich oder die Kinder?“, schrie Jo durch die Wohnung. Am anderen Ende stand ein sichtlich verzweifelter Hugh Laurie und vergrub sein Gesicht in seine Hände. War es richtig was er tat, er wusste es selbst nicht. „Ich hab es nun mal getan, es ist die Chance auf eine große Karriere und du glaubst doch nicht wirklich das ich die Entscheidung zwischen Tür und Angel gefällt habe oder?“, versuchte Hugh sich zu rechtfertigen, doch es war zu spät für eine Entschuldigung, in dem Moment flog schon der erste Teller in seine Richtung und prallte nur Zentimeter neben ihm an der Wand auf und zersplitterte in tausende Einzelteile.
Der Grund des erneuten Streits war die Unterzeichnung eines Vertrags, genauer gesagt die Trennung von seiner Familie für mehrere Monate im Jahr, doch es war seine Chance auf eine Hauptrolle in einer US-Serie.
Es war die letzten Wochen das Gesprächsthema Nummer eins im Hause Laurie, Jo wollte eigentlich nicht dass Hugh den Vertrag unterzeichnet. Gab ihm immer wieder Hinweise darauf dass sie es innerlich nicht wollte, da sie Angst vor jener Zukunft hatte, doch sie sprach ihre Ängste nicht aus. Und so konnte Hugh nur erahnen das sie wohl doch mehr dagegen war, als sie ihm gegenüber klar machte. Letztendlich gab sie schweren Herzens nach und gab ihr Ok. Äußerlich schien sie sich mit der neuen Situation anzufreunden, doch innerlich sah es komplett anders und diese Seite zeigte sie gerade wieder.
Nun stand er sprichwörtlich vor dem Scherbenhaufen seiner Ehe, der zersplitterte Teller symbolisch für selbige? So schnell wollte er noch nicht aufgeben.
Es war nicht so dass er Jos Bedenken nicht verstand, er verstand sie sogar sehr gut. Sie waren schon einmal für sehr lange Zeit getrennt und er hatte sie betrogen, verständlich das sie immer noch Befürchtungen hatte das sich dieser Alptraum wiederholt.
Vorsichtig ging er die Treppen zum gemeinsamen Schlafzimmer hoch und klopfte an der Tür: „Kann ich rein kommen?“, fragte er vorsichtig. „Verpiss dich einfach, flieg nach Los Angeles und werde mit all den Leuten dort glücklich.“, schrie Jo mit zittriger Stimme. „Du weißt doch wie das in den USA ist, wahrscheinlich wird die Serie nach 6 Folgen abgesetzt und ich bin wieder hier in London bei dir. Ich verspreche dir jedes freie Wochenende nach London zu fliegen. Aber bitte sei jetzt nicht sauer auf mich. Ich möchte nicht das wir uns so morgen verabschieden.“
Von den Stimmen auf dem Flur erwacht, sah Charlie kurz durch den Türschlitz. Fragend guckte er seinen Vater an und vernahm mit einem Nicken das es die üblichen Streitigkeiten der letzten Tage waren. Es war nicht so dass es vorher nie Streitigkeiten im Hause Laurie – Green gab, doch nicht so häufig wie in letzter Zeit.
Jo öffnete dann doch verheult, schniefend mit einem Taschentuch in der Hand, die Tür und lies ihren Ehemann in das Schlafzimmer. „Sorry“, nuschelte Hugh fasst unverständlich und nahm sie zärtlich in den Arm, er schaukelte sie ein wenig und sie tanzten ein wenig, ohne Musik.
Er wandte sich kurz von ihr ab: „Ich liebe dich und das weißt du, wir telefonieren jeden Tag und wenn Charlie mir noch beibringt wie ich die Kamera im Notebook und dieses Skype benutze, dann können wir uns jeden Tag sehen, ok?“, Jo nickte, immer noch mit Tränen in den Augen, was sollte sie auch anderes sagen. Er hatte sich entschieden, gegen London und weitere Nebenrollen.
Die Nacht war von Sommergewitter geprägt, der Regen prasselte gegen das Fenster und ab und zu schwappte ein wenig Wasser über die Regenrinne und hinterließ ein trommelndes Geräusch auf den Blechfensterbänken.
Hugh lag fast die ganze Nacht wach und starrte aus dem Fenster. Immer wieder erhellten die Blitze den Raum.
Der Morgen brach heran und er schaute Jo beim Schlafen zu, friedlich lag sie da, er würde diesen Anblick für lange Zeit vermissen. Vorsichtig öffnete sie die Augen und erblickte wie Hugh sie anstarrte. „Guten Morgen Schatz“ sagte Jo noch total verschlafen, „Guten Morgen“ erwiderte Hugh und gab ihr einen Kuss, um sich danach an Jo anzukuscheln. „Wir haben noch 6 Stunden Zeit, ehe mein Flieger geht. Die Kinder sind auf dem Weg zur Uni oder Schule. Wir haben das ganze Haus für uns.“, flüsterte Hugh mit einem spitzbübischen Grinsen Jo ins Ohr. „Du elendiger Bastard“, bekam er als Antwort, ehe Jo ihn wegschubste. Erschrocken von ihrer Reaktion lag Hugh nun auf dem Rücken und starrte Jo ungläubig an, doch es kam anders als gedacht. Kurzer Zeit später saß Jo auf Hughs Hüften, sie hatte sich komplett entkleidet und genoss den Augenblick. Zärtlich umfasste er ihre Hüften und gab den Takt an, mal schneller, mal langsamer. Immer wieder richtete er sich auf und küsste sie, „Ich liebe dich, es tut mir alles so leid.“ Sagte er einmal und Jo schüttelte als Antwort nur mit dem Kopf, „Mach diesen Moment jetzt nicht kaputt“, sagte sie schwer atmend.
Seufzend ließ er seinen Kopf auf ihre Schulter fallen und umarmte sie fest, so fest das er ihr Herz auf seiner Brust spürte. Es schlug immer schneller und schien sich fast zu überschlagen, gemeinsam mit einem Atemaussetzer, setzte auch kurz das Herzklopfen aus, aber nur um danach wieder genauso schnell wie vorher zu schlagen.
Hugh erhob seinen Kopf wieder von der Schulter und küsste Jo vorsichtig, danach ließ er sich wieder auf das Kissen fallen und genoss die restlichen Minuten des Aktes.
„Hast du auch wirklich alles?“, fragte Jo besorgt und starrte auf die drei Koffer und die Reisetasche. „Das Wichtigste habe ich, meine Papiere, die Flugtickets, Geldbörse, Handy, Laptop, Medis. Den Rest gibt es sicher auch in den USA zu kaufen.“, versuchte Hugh sie zu beruhigen. Es schien so als wäre Jo aufgeregter als er selbst.
Auf dem Weg zum Flughafen riefen noch Rebecca, Will und Charlie an, sie konnten leider nicht selbst beim Abschied auf dem Londoner Flughafen dabei sein. Er wollte stark sein und nicht weinen, das hatte sich Hugh vorgenommen, beim Telefonat und beim Abschied von Jo.
Sie waren viel zu früh beim Flughafen angekommen, also überbrückten sie die Zeit in einem der überteuerten Cafés im Flughafen Hauptgebäude. Die meiste Zeit schwiegen sie sich einfach nur, jedes Wort zu viel könnte den anderen jetzt verletzen. Die halbe Stunde des Wartens kamen ihnen wie Stunden vor und schließlich kam die Erlösung, der Aufruf zum Check in, der ihr Schweigen durchbrach. „Dann wollen mir mal“, Hugh bezahlte noch den Kaffee und ging dann Hand in Hand mit Jo bis zur Absperrung. Sie umarmten und küssten sich nochmal, Hugh sah wie sich in Jos Augen wieder Tränen sammelten, „nicht weinen, ich bin bald wieder da, versprochen.“, sagte er leise, küsste sie auf die Stirn und ließ Jo sich noch an seiner Schulter ausweinen.
Nach einiger Zeit löste sich Jo und sah ihn mit ihren großen verheulten Augen an. „Bitte tu mir nicht weh, ok?“, mit diesen Worten verabschiedete sich Jo Green von ihrem geliebten Ehemann. Ein Nicken oder eine Antwort erhielt sie auf ihre Bitte nicht, er ging einfach. Einmal noch, sah er zurück, sah sie wie sich mit einem Taschentuch ihre Tränen abwischte, er wusste schon jetzt das er sie verletzen würde – nicht das er fremdgehen würde, nein es war die nun lange folgende geografische Trennung der beiden Eheleute für die nächsten Monate.




