Autor: Sandy House
Fandom: House M.D.
Charaktere: Gregory House
, John House, Blythe House und einige mehrSpoiler: Nein
FSK: ab 16
Disclaimer: Die Figuren von House und Co. gehören nicht mir, sondern NBC Universal, FOX und derer Tochterunternehmen.
In dieser FF geht es um die High School Zeit von House. Sie ist in der Ich-Form geschrieben, also aus House´Sicht.
Hier könnt ihr mir Feedback geben:
Mein erster Tag an einer neuen Schule
Heute habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder eine amerikanische High School besucht, in Michigan. Dort wohne ich nun wieder seit kurzem. Ich war schon auf sehr vielen Schulen auf der ganzen Welt. Ständig zieht meine Familie um. Echt ätzend. Man bekommt zwar viel zu sehen, aber kaum hat man sich irgendwo eingelebt, dann muss man schon wieder weg.
Ich bin Einzelkind und wurde am 15.05.1959 im Bundesstaat Illinois geboren. Mein Dad ist bei der Army bei den Marine Corps Piloten und meine Mom ist Hausfrau. Ich hasse ihn. Also, John, meinen Vater. Er ist ein unglaublich strenger Mann, der sehr viel von Ordnung und Disziplin hält. Kein Wunder, schließlich ist er bei der Army. John kotzt mich echt an mit seinen moralischen Ansichten und Vorschriften. Dass er mir des Öfteren eine Tracht Prügel verpasst, mich im Garten schlafen lässt oder mich in ein Eisbad steckt, nur um ein paar Beispiele seines Bestrafungskatalogs zu nennen, ist noch nicht alles.
Allerdings kann Dad mich nicht mehr so verprügeln und bestrafen wie früher als ich noch ein Kind war. Mittlerweile weiß ich mich schon zu wehren. Doch meine Gegenwehr nützt am Ende auch nicht viel. Im Gegenteil, er bestraft mich sogar meistens noch härter. Aber nun genug gequatscht. Kommen wir endlich auf den Punkt. Ich kann es eigentlich nämlich gar nicht leiden, wenn man immer nur labert und labert.
Also heute Morgen klingelte schon früh mein Wecker und riss mich aus dem Schlaf. Als ich einen Blick auf die roten Leuchtziffern des Weckers warf, stellte ich fest, dass es sieben Uhr war. Ich tastete im Dunkeln nach dem Ausschaltknopf und anschließend nach dem Schalter meiner Nachttischlampe, die ich anschaltete. Immer noch schlaftrunken und vor mich hin brummend richtete ich mich widerwillig vom Bett auf, machte aber immer noch keine Anstalten es zu verlassen. Stattdessen blieb ich einfach noch ein bisschen auf dem Bett sitzen.
Doch mit der Ruhe war es sowieso endgültig vorbei, denn nun betrat meine Mom mein Reich und das ohne anzuklopfen. Na ja, ich platze auch einfach irgendwo in andere Leute Zimmer ohne anzuklopfen, aber das tut jetzt sowieso nichts zur Sache. Ich tue immer genau das Gegenteil von dem, was John von mir will. Nennt mich deswegen ruhig einen Rebell. Das ist mir scheißegal. Aber ich schweife schon wieder ab. Verdammt! Das ist sonst gar nicht meine Art. Also meine Mom, Blythe, platzte einfach in mein Zimmer und begrüßte mich freundlich mit folgenden Worten: „Guten Morgen, mein Schatz. Zeit zum Aufstehen. Du hast Schule. Das weißt du doch, Gregory.“
„Guten Morgen, Mom. Ich bin ja schon wach. Hetz mich nicht.“, brummte ich noch verschlafen und nicht gerade gut gelaunt. Ich gehöre zur Kategorie der Langschläfer und bin deshalb gar nicht begeistert, wenn ich früh aufstehen muss. Aber ich muss wohl. Die Pflicht ruft.
Meine Mom seufzte kurz und verschwand mit den Worten: „Lass dir aber nicht zu lange Zeit, Greg. Ich bin schon mal unten in der Küche, um das Frühstück zu machen.“ Mürrisch vor mich hin grummelnd stand ich auf und ging zu meinem Kleiderschrank um mir meine Klamotten für den heutigen Tag rauszusuchen. Ich öffnete die Tür des Schranks, die mit Postern diverser Rockbands dekoriert war, ebenso wie die Wände in meinem Zimmer. Ich nahm eine Jeans und ein T-Shirt einer Rockband heraus. Dann holte ich noch frische Unterwäsche und Socken. Mit den Sachen beladen ging ich rüber ins Badezimmer, um mich umzuziehen und frisch zu machen.
Als ich damit fertig war, ging ich die Treppe hinunter und in die Küche, wo meine Mom und John schon auf mich warteten. Ohne eine Begrüßung setzte ich mich an den Tisch. Meine Eltern waren schon dabei das Frühstück zu verspeisen. Als ich mir nun ebenfalls etwas zu Essen holte, blickte mein Dad mich streng an und sagte unfreundlich: „Was sagt man zur Begrüßung, Bursche? Sei nicht immer so unhöflich, Junge. Oder willst du, dass ich dir wieder eine Lektion erteile? Wann lernst du endlich dich zu benehmen?“ Ich rollte nur mit den Augen und verkniff mir einen Kommentar. Er konnte mich mal. Ich habe es mir sowieso zur Aufgabe gemacht, immer genau das Gegenteil von dem zu tun, was er von mir will. Nennt es ruhig kindlichen Trotz, ist mir egal. Mir ist es sowieso scheiß egal, was die anderen von mir denken. Ich ziehe immer mein Ding durch.
„Willst du mich etwa provozieren, Junge?“, fuhr er mich nun wütend an.
„John, bitte. Greg meint es bestimmt nicht böse. Er ist bestimmt nur müde und heute ist außerdem sein erster Tag an einer neuen Schule. Vielleicht ist er davor etwas nervös. Sei doch bitte nicht so streng mit ihm, Schatz.“, wandte sich meine Mutter nun an ihn.
„Blythe, sei nicht immer so nett zu ihm und nimm ihn nicht immer in Schutz. Der Junge verweichlicht ja total. Ich will, dass er später mal in meine Fußstapfen tritt, ein waschechter Mann wird und zur Army geht und dort Karriere macht.“, antwortete er ihr.
Ich aß so schnell es ging auf, schnappte meinen gepackten Rucksack, sagte noch kurz: „Bye, Mom. Wir sehen uns heute Nachmittag.“ und dann verschwand ich eiligst aus dem Haus, damit ich mir dieses dumme Gelaber von John nicht mehr anhören musste.
Nach einem kurzen Fußmarsch erreichte ich die Haltestelle und wartete darauf, dass der gelbe Schulbus kam. Außerdem hatte ich meine Basecap von den New York Yankees angezogen, die ich vorher in meinem Rucksack verstaut hatte. Ein paar Minuten später kam dieser schließlich und ich stieg zusammen mit den anderen Kids und Teenagern ein. Der Bus war schon ziemlich voll und ich bekam gerade noch den letzten Sitzplatz neben einem Jungen, der wie einer der typischen Looser aussah. Der gehörte ganz bestimmt nicht zu den coolen und beliebten Kids an der Schule. Er trug abgenutzte Kleidung, so wie die aussah, sehr wahrscheinlich aus zweiter Hand, hatte eine langweilige Frisur und sah ziemlich streberhaft aus. Aber da das mein erster Tag hier war, sollte ich mir wohl besser kein Urteil über andere erlauben. Wortlos setzte ich mich neben den Typen und schaute mich um.
Es war wie überall an den Schulen. Natürlich. Die Coolen ärgern die Außenseiter, die Verlierer. So ist eben die Rangordnung. Egal ob man in den USA oder sonst wo auf der Welt ist. Zu den angesagten Schülern gehören meistens die, die in Sportmannschaften der Schule mitspielen, egal welche Sportart es ist und die Cheerleader. Außerdem kommen auch Ämter wie zum Beispiel Klassensprecher und Schulsprecher gut an, falls man beliebt ist. Ich beobachtete also wie die ranghöheren die rangniedrigeren wieder ärgerten. Sie nahmen ihnen einfach Sachen oder sogar Geld ab.
Ich war froh, als der gelbe Schulbus endlich vor der Schule hielt und ich aussteigen konnte. Doch damit fing der Ärger gerade erst an.
„Hey, Neuer. Bleib sofort stehen!“, rief jemand von hinten, als ich gerade mit meinem Rucksack das Schulgebäude betreten wollte.
„Hey, Mann. Alter, was hast du für ein Problem?“, sagte ich genervt und drehte mich um.
„Was hast du gesagt? Willst du etwa Ärger? Dann mach nur weiter so, Neuer und du landest im Müllcontainer, klar?“, bekam ich vom Anführer der Bande zur Antwort. Ich wollte gerade etwas erwidern, als ein Lehrer auftauchte und sich an uns wandte.
„Gibt es hier ein Problem?“, erkundigte er sich.
„Nein, Mr. Jackson. Es ist alles in Ordnung.“, antwortete der Unruhestifter scheinheilig. Der Lehrer sah zwar ungläubig drein, ließ uns aber dennoch allein zurück. Ich stellte mich schon darauf ein, mich gleich verteidigen zu müssen und dass jeden Moment eine ordentliche Prügelei in Gang kommen würde, doch es kam anders.
„Wir sehen uns, Neuer. Beim nächsten Mal hast du vielleicht nicht so viel Glück.“, wandte sich der Bandenanführer an mich und ging zusammen mit seiner Clique ins Schulgebäude und auch ich betrat nun die Schule. Denn die Schulglocke hatte schon bereits geläutet. Es wurde Zeit ins Klassenzimmer zu gehen, bevor ich mir schon am ersten Tag Nachsitzen wegen Zu- Spät- Kommens-zum-Unterricht einhandelte.
Als ich endlich das richtige Klassenzimmer gefunden und es betreten hatte, sah ich, dass alle schon anwesend waren, auch der Lehrer.
„Ah, Sie sind bestimmt der Neue. Klasse, heißt alle euren neuen Mitschüler Gregory House willkommen. Suchen Sie sich bitte einen freien Platz.“, sagte er und wandte sich beim letzten Satz an mich. Ich seufzte und nahm widerwillig auf einem Platz in der letzten Reihe am Fenster Platz. Als erstens stand Spanisch auf dem Stundenplan, allerdings konnte der Unterricht mich nicht wirklich fesseln. Es war ziemlich langweilig, denn ich kann bereits schon ziemlich gut spanisch sprechen. Kein Wunder, ich habe schließlich schon einige Zeit in Mexiko verbracht und dort gelebt. Wie schon gesagt, ich bin schon weit rum gekommen.
Während der Lehrer also vorne an der Tafel stand, ich glaube er heißt Mr. Schuster und ist auch mein Klassenlehrer, ich habe es nicht so mit Namen, also auf jeden Fall stand er vorne an der Tafel erklärte etwas und schrieb einige Sätze an die Tafel, natürlich alles auf spanisch. Ist ja klar. Doch ich folgte dem Unterricht nur halb, wenn überhaupt. Gelangweilt schrieb ich alles auf und widmete dann meine Zeit damit ein paar Kritzeleien auf meinen Block zu machen. Doch das war nach einiger Zeit auch nicht mehr interessant genug. Also beschloss ich einen Papierflieger zu basteln. Als ich damit fertig war, konnte ich es natürlich nicht lassen mein Kunstwerk auch auszutesten.
Leider änderte der Flieger seine Flugbahn in eine Richtung, die mir nicht gefiel. Das Papierflugzeug landete direkt am Hintern des Lehrers, der sich immer noch der Tafel zugedreht hatte. Doch nun drehte er sich um und fragte verärgert: „Wer war das?“ Ich setzte meine Unschuldsmiene auf, doch so ein oller Strebertyp, eine echt miese Petze und Kollegenschwein verpfiff mich.
„Der Neue war´s, Mr. Schu.“, sagte er und deutete mit dem Finger auf mich. Ich rollte mit den Augen. Echt super! Das hieß mit Sicherheit nachsitzen und das an meinem 1. Tag hier.
„Das bedeutet Nachsitzen für Sie, Mr. House.“, sagte der Lehrer streng zu mir und ich musste nach vorne kommen, um mir meinen Schein fürs Nachsitzen abzuholen.
Der Rest des Schultages verlief ohne weitere Vorkommnisse, doch mir graute es schon davor nach Hause zu kommen. Wenn John vom Nachsitzen erfährt, ist die Hölle los. Das könnt ihr mir glauben.




