#47 von Sandy House » Sa 5. Mai 2012, 09:37
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Einige Wochen später:
Cuddy hatte sich gut von den Verletzungen des Unfalls erholt und wieder angefangen zu arbeiten. Foreman hatte solange die Vertretung übernommen. Einige Tage nachdem Lisa wieder mit der Arbeit begonnen und den liegen gebliebenen Papierkram erledigte, ging plötzlich ihre Bürotür auf und die blonde Immunologin kam herein.
„Dr. Cameron, was kann ich für Sie tun?“, fragte die Endokrinologin und Dekanin der Medizin ihre Mitarbeiterin und sah sie an.
„Dr. Cuddy, das hier ist für Sie.“, antwortete Allison und reichte der Verwaltungschefin einen Briefumschlag.
„Was ist das?“, erkundigte sich Lisa und nahm das Kuvert entgegen.
„Meine Kündigung.“, antwortete Cameron.
„Aber wieso?“, fragte Cuddy völlig verwundert.
„Nicht falsch verstehen. Mir gefällt es hier und in der Notaufnahme kann ich viel Gutes tun, aber House hat Recht. Ich bin in der NA unterqualifiziert und deswegen habe ich Bewerbungen geschrieben, um einen besseren Job zu bekommen.“, gestand Allison, die sich sichtlich unwohl fühlte, ihrer Vorgesetzten, das gestehen zu müssen.
„Setzen Sie sich doch.“, bot die Klinikchefin des PPTH ihr nun an und Cameron nahm auf einem Stuhl vor Cuddys Schreibtisch Platz.
„Oh, verstehe und Sie haben jetzt ein entsprechendes Jobangebot bekommen, nehme ich an.“, sagte Lisa zu ihr.
„Ja, in Chicago.“, antwortete Allison und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Weiß Chase schon davon?“, erkundigte sich nun die Endokrinologin und Dekanin der Medizin neugierig bei der jungen Ärztin.
„Nein, ich habe noch nicht den Mut gefasst, es ihm zu sagen. Aber heute Abend werde ich es wohl tun. Schließlich müssen wir umziehen.“, antwortete diese.
„Wollen Sie es sich nicht nochmal überlegen, Dr. Cameron? Sie könnten auch wieder in der Diagnostik für House arbeiten. Ich bin mir sicher, dass er Sie sehr gerne wieder einstellen würde.“, versuchte Cuddy sie noch umzustimmen.
„Ich weiß. Aber mein Entschluss steht fest. Es tut mir Leid, Dr. Cuddy.“, blieb Cameron jedoch hartnäckig.
„Okay, ich merke schon, dass ich Ihre Meinung nicht mehr ändern kann. Also muss ich Sie wohl akzeptieren. Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft.“, sagte Cuddy und stand nun auf und reichte Cameron die Hand.
„Danke. Machen Sie ´s gut.“, verabschiedete sich Allison von Lisa und verließ dann das Büro.
Am Abend:
Cameron hatte Chase zum Abendessen eingeladen und nun saßen sie im Esszimmer ihres Apartments und genossen das Essen, das sie gekocht hatte.
„Danke für die Einladung.“, bedankte sich Robert bei Allison für die Einladung.
„Gern geschehen. Schmeckt´s dir?“, antwortete sie lächelnd.
„Ja, es ist köstlich. Gibt es irgendeinen besonderen Anlass dafür?“, sagte er und sah sie an.
„Wie kommst du darauf?“, wollte die blonde Immunologin wissen.
„Nur so.“, meinte der australische Intensivmediziner und Chirurg schulterzuckend.
„Okay, es gibt wirklich einen Grund.“, hielt Cameron die Spannung nicht mehr aus.
„Ach ja, und welchen?“, fragte Chase nach. Sie hatte jetzt seine volle Aufmerksamkeit.
„Ich…äh…wie soll ich am besten anfangen? Es….Ach, das bringt doch nichts…Ich habe am PPTH gekündigt und einen neuen Job in einem Krankenhaus in Chicago angenommen.“, rückte Cameron endlich stammelnd mit der Wahrheit heraus.
„Du hast was?“, fragte Chase nun ungläubig und ihm blieb vor Verwunderung der Mund offen.
„Ja, ich habe schon seit einiger Zeit Bewerbungen geschrieben.“, gab sie zu.
„Aber warum, Allison?“, wollte er von ihr wissen.
„Weil House Recht hat, ich bin in der NA einfach unterfordert. Mit meinen Fähigkeiten kann ich einen viel qualifizierteren Job machen. Ich kann zwar jede Menge gutes Tun in der Notaufnahme, aber ich bin zu dem Entschluss gekommen, mich beruflich zu verbessern. Das verstehst du doch, oder Robert?“, antwortete sie ihm.
„Warum arbeitest du nicht einfach wieder für House? Er würde dich sicher gerne wieder einstellen.“, entgegnete Chase.
„Nein, Robert. Mein Entschluss steht fest. Außerdem hat House schon genug Mitarbeiter in seinem Team beschäfigt. Cuddy hat mir übrigens das Gleiche vorgeschlagen, als ich ihr heute die Kündigung gegeben habe.“, sagte Cameron.
„Und wie hast du dir das Ganze überhaupt vorgestellt?“, wollte der blonde australische Arzt nun wissen.
„Wir ziehen nach Chicago.“, antwortete Allison knapp.
„Wir? Nein, Allison. Ich werde hier in Princeton bleiben. Mir gefällt mein Job bei House und den möchte ich nicht aufgeben.“, widersprach Robert ihr. „Ist das dein letztes Wort?“, fragte sie.
„Ja, das ist es.“ Sein Entschluss stand fest.
„Gut, dann werden wir ab jetzt wohl getrennte Wege gehen müssen.“, stellte sie mit Tränen in den Augen fest.
„Ja, danach sieht es wohl aus.“, sagte er ebenfalls traurig und stand vom Tisch auf.
„Aber ich möchte gerne noch eine Frage von dir beantwortet haben, Allison.“, bat Chase Cameron.
„Welche?“
„Hast du mich jemals wirklich geliebt? Sei ehrlich.“, forderte der Australier. Daraufhin herrschte kurzes Schweigen.
„Nein.“, kam dann die traurige Erkenntnis von Cameron.
„Es tut mir so Leid, Robert. Ich…“, brachte die junge Ärztin stammelnd hervor. Mittlerweile liefen ihr die Tränen übers Gesicht.
„Ich sollte jetzt besser gehen.“, meinte Chase und ging zur Tür. Er war nicht wütend über Allison, nur traurig und enttäuscht.
„Mach´s gut.“, verabschiedete sie sich an der Wohnungstür mit einer Umarmung und einem Kuss von ihm.
„Du auch. Viel Glück in Chicago.“, Mit diesen Worten verschwand Chase und ließ Cameron allein zurück.