50 Bundesstaaten, 5 Reisende und jede Menge Chaos [FF]

Moderator: Housekatze

50 Bundesstaaten, 5 Reisende und jede Menge Chaos [FF]

Beitrag#1  von Sandy House » Do 8. Jul 2010, 11:28

Titel: 50 Bundesstaaten, 5 Reisende und jede Menge Chaos
Autor: Sandy House
Genre: Crossover
Charaktere: Dr. Gregory House, Dr. James Wilson, Alvie, Dr. Allison Cameron, Dr. Robert Chase, Dr. Lisa Cuddy, Rachel Cuddy, Dr. Chris Taub, Dr. Remy Hadley, Dr. Eric Foreman und einige mehr
Spoiler: Die Geschichte spielt am Staffel 6
Disclaimer: Mir gehören weder die Charaktere von House noch die von Monk. Ich habe keinerlei Rechte an den Serien und verdiene mit dieser Geschichte kein Geld.
Summary: Alvie bricht mit House und Wilson zu einer Reise durch die Vereinigten Staaten von Amerika auf. Unterwegs stoßen noch Mr. Monk und Natalie Teeger dazu und eine chaotische Reise durch die 50 Bundesstaaten beginnt.

Kapitel 1: Unerwarteter Besuch

Zwei Wochen nachdem House aus Mayfield zurückgekommen und bei Wilson eingezogen war, klingelte es eines Abends an der Tür.
„Hey, Wilson. Es hat geklingelt. Geh aufmachen und sag der Person, die mich bei meiner Lieblingssendung stört, dass er so schnell wie möglich wieder dahin verschwinden soll, wo er hergekommen ist.“, sagte House mit gewohnt schlechter Laune. Nachdem er seinem Freund die Anweisung gegeben hatte und dieser mit einem genervten Stöhnen nachkam, langte der Diagnostiker in die Chipstüte und holte eine handvoll des Knabbergebäcks heraus, die anschließend in seinen Mund wanderte. James war mittlerweile an der Wohnungstür angekommen und öffnete. Vor ihm stand jemand, der ihm völlig unbekannt war.
„Guten Abend, Sir. Was kann ich für Sie tun?“, wandte sich der Onkologe höflich an den Fremden.
„Yo, Mann. Warum so förmlich? Lass doch das Sir weg, das klingt doch alles so steif. Ich bin Alvie, yo. Ey, weißt du wo House ist?“, antwortete sein Gegenüber.
„Äh, ja. Er ist im Wohnzimmer, sitzt auf der Couch, stopft Chips in sich rein und schaut sich seine Lieblingsserie an. Aber wer um Himmels Willen sind Sie?“, fragte Wilson völlig fassungslos.
„Das habe ich doch schon gesagt. Ich bin Alvie. Ich war House´ Zimmergenosse und Kumpel in Mayfield.“, antwortete der Andere.
„Ey, Wilson! Sag mal, was machst du denn so lange? Bist du unterwegs eingeschlafen oder was ist los?“, rief Greg in diesem Moment.
„Yo, House. Hier ist Alvie.“, rief der unerwartete Besucher daraufhin.
„Alvie? Hat man dich jetzt auch entlassen? Was führt dich denn hierher, Kumpel?“, fragte der Nephrologe, schnappte sich seinen Stock und humpelte nun ebenfalls zur Tür.

Dort angekommen nahmen sich beide zur Begrüßung erst mal in den Arm und Wilson hatte es vollkommen die Sprache verschlagen. Er stand nur noch mit offenem Mund und großen Augen da.
„Hey, Wilson. Hör gefälligst auf so zu klotzen, sonst fallen dir noch die Augen raus und den Mund kannst du auch gleich zu machen, es zieht.“, ließ House gleich wieder einen sarkastischen Kommentar los. Augenblicklich schloss James seinen Mund wieder und sagte dann: „Ich habe mich nur gewundert warum du diesen Alvie umarmt hast.“
„Das macht man ebenso unter guten Freunden.“, meinte Greg nur.
„Okay, schon klar. Du bist ja so ziemlich der freundlichste und herzlichste Typ den ich kenne. Du bist ja auch so beliebt, dass du dich vor Freunden fast nicht mehr retten kannst.“, antwortete der Onkologe mit ironischem Unterton in der Stimme.
„Bist du etwa eifersüchtig? Oh, kann Jimmy es etwa nicht haben, wenn ich mich mit einem anderen gut verstehe?“, entgegnete der Diagnostiker prompt.
„Nein, ich bin überhaupt nicht eifersüchtig. Im Gegenteil. Ich freue mich, dass du so einen guten Freund gefunden hast. Aber es ist eben nicht typisch für dich, dass du jemanden so herzlich begrüßt.“, sagte Wilson und fügte dann hinzu: „Sollten wir nicht so lange wieder rein gehen? Es kommt kalt rein und auf dem Sofa können wir drei uns auch besser unterhalten als zwischen Tür und Angel.“
„Guter Vorschlag. Komm rein, Kumpel. Mach´s dir auf unserem Sofa bequem, Alvie.“, bat er seinen Gast herein und die drei begaben sich auf dem schnellsten Weg ins Wohnzimmer, wo Alvie sich direkt lässig auf der Couch bequem machte. Sein Freund Greg tat es ihm gleich und lümmelte sich ebenfalls, mit beiden Füßen auf dem Tisch, auf die Sitzgelegenheit.
„Hey, Wilson. Da du schon so da rum stehst, bringst du meinem Homie Alvie und mir noch ein Bier?“, quatschte House seinen Freund an.
„Aber klar doch. Soll ich dir und deinem Kumpel vielleicht noch die Kissen aufschütteln und ein drei-Gänge-Menü zaubern?“, lautete James sarkastischer Kommentar dazu, der genervt davon, dass House sich mal wieder wie der Hausherr aufführte.
„Lass mal gut sein. Ich hätte lieber Lust auf eine Pizza. Was ist mit dir, Rapstar?, wandte er sich an seinen ehemaligen Zimmergenossen aus der Psychiatrie.
„Hätten die Herren irgendwelche Wünsche, welche Pizzasorte es sein sollte?“, fragte der Onkologe und seine Stimme troff nur so vor Ironie.
„Ich will eine Pizza Hawaii.“, antwortete der Nephrologe prompt.
„Für mich ´ne Pizza Funghi, yo.“, meldete sich Alvie zu Wort.
„Das war ironisch gemeint. Du glaubst doch jetzt wohl nicht im Ernst, dass ich mich jetzt noch in die Küche stelle und deinem Freund und dir noch eine Pizza zubereite? Mein Name ist zwar James, aber das heißt noch lange nicht, dass ich auch dein Butler bin.“, wurde Wilson lauter, denn er hatte langsam genug davon, dass er den ganzen Haushalt schmeißen sollte, während sein Freund faul auf der Couch lümmelte und sich seine Lieblingsserien anschaute und das Tag für Tag seit Greg nach seinem Aufenthalt in Mayfield bei ihm eingezogen war.
„Ich weiß, dass das ironisch gemeint war, aber ich wollte dich noch ein wenig ärgern. Das macht Spaß.“, entgegnete das Diagnostikgenie.
„House, du könntest ruhig auch mal etwas im Haushalt machen.“, meinte James nun schon wieder etwas ruhiger.
„Aha. Und was?“, kam es prompt zurück.
„Du könntest zum Beispiel kochen.“, schlug der Onkologe vor.
„Ich kann nicht kochen, aber wenn du gerne reden Tag Fertiggerichte aus der Mikrowelle essen willst, bitte schön.“, antwortete Greg lässig.
„Du könntest es ja lernen. Wie wäre es wenn wir einen Kochkurs besuchen? Wer weiß, vielleicht kannst du es ja sogar sehr gut.“, sagte Wilson und ging schließlich doch in die Küche, öffnete den Kühlschrank und holte doch noch das gewünschte Bier. Mit drei Dosen Bier kam er wieder zurück ins Wohnzimmer und setzte sich zu den anderen. Nachdem James den beiden jeweils eine Dose gegeben hatte, öffnete er seine und sagte: „Cheers.“ House und Alvie taten es ihm gleich und die drei prosteten sich zu.
„Ich mach mal Wrestling an.“, sagte House schließlich in die entstandene Stille, schnappte sich die Fernbedienung vom Fernsehtisch und schaltete um.
„House, hast du etwa schon die ganze Chipstüte leer gefuttert?“, wandte sich sein bester Freund an diesen und hielt die leere Verpackung hoch.
„Yap, das sieht man doch. Oder hast du etwa Tomaten auf den Augen?“, kam umgehend die Antwort.
„Na super! Dann werde ich wohl mal in die Küche gehen und Nachschub holen. Schließlich muss man seinem Gast doch etwas Anbieten.“, sagte der Onkologe daraufhin, stand auf und ging zum Küchenschrank, um noch eine Packung zu holen. Dann begab er sich wieder ins Wohnzimmer um House und dessen Kumpel Gesellschaft zu leisten.

Die beiden waren gerade dabei sich zu unterhalten, als er sich wieder zu ihnen setzte.
„Hey, Alvie. Erzähl mal deinem Homie wie es dir nach meiner Entlassung aus Mayfield dort so ergangen ist.“, erkundigte sich House bei seinem Freund.
„Ohne dich war es einfach nicht mehr dasselbe. Du hast echt gefehlt. Schließlich hast du immer für gute Stimmung unter den Patienten gesorgt und als du weg warst, ist es ziemlich langweilig geworden. Der, mit dem ich mir ein Zimmer teilen musste, nachdem du weg warst, ist auch überhaupt nicht mit dir zu vergleichen. Wir waren einfach die Coolsten dort, yo.“, antwortete Alvie.
„Ja, das stimmt allerdings.“, meinte Greg mit einem Grinsen auf dem Gesicht. Dann drehte er seinen Kopf zu James und sagte zu diesem: „Was ist denn jetzt eigentlich mit der Pizza? Ich hab Hunger.“
„Ich dachte das wäre geklärt. Wenn du eine Pizza willst, dann bestell dir doch eine beim Pizzaservice.“, meinte Wilson nur und reichte ihm eine Speisekarte.
„Weiß du was, genau das werde ich auch tun. Willst du auch was, Alvie?“
„Ich will einen italienischen Salat.“, entgegnete der Onkologe.
„Heißt du etwa Alvie?“, kam es prompt von seinem Freund zurück.
„Nein, aber, ob du es glaubst oder nicht, ich habe auch Hunger.“, entgegnete James.
„Okay, schon gut. Und was ist mit dir, Alvie?“, sagte House.
„Wie schon gesagt, ich nehme eine Pizza Funghi, denn mir grummelt mittlerweile auch ganz schön der Magen, House.“
„Kein Problem. Wilson, reich mir mal das Telefon. Ich ruf dann mal schnell beim Pizzaservice an.“, meinte der Diagnostiker und streckte eine Hand aus.
„Wie lautet das Zauberwort?“, kam es von James zurück.
„Bitte und jetzt gib schon her.“, entgegnete Greg genervt. Daraufhin gab Wilson ihm dann das Telefon, wählte die Nummer, die auf der Speisekarte stand und nach ein paar Sekunden konnte er dann seine Bestellung aufgeben. Als er damit fertig war und aufgelegt hatte, wandte er sich an die anderen zwei und sagte: „Das Essen kommt in ungefähr einer halben Stunde.“

Dann richtete House seine Aufmerksamkeit wieder zum Fernseher, während Wilson beschloss mit Alvie Smalltalk zu halten.
„Ähm, was führt Sie denn heute Abend hierher?“, fragte der Onkologe mittleren Alters freundlich.
„Ich habe doch schon mal gesagt, dass du mich nicht zu siezen brauchst. Ich bin Alvie.“, antwortete Houses Freund aus Mayfield.
„Okay, Alvie. Also warum bist du hier?“, ließ James nicht locker.
„Hey, Wilson! Halt mal die Klappe! Ich will fernsehen!“, unterbrach House seinen rapliebenden Kumpel, der gerade zu einer Antwort ansetzen wollte.
„Ich halte jetzt aber nicht meine Klappe. Ich will wissen, warum dein Freund hier ist.“
„Okay, schon gut. Alvie sag Jimmy warum du hier bist, damit ich endlich in Ruhe Wrestling sehen kann.“, brummte Greg.
„Alles klar, Alter. Also, ich hatte da so eine Idee, yo. Ey, yeah, ich dachte mir, dass du und ich eine große Reise machen könnten. Das wäre so cool, Kumpel. Ich bin noch nicht so viel in der Welt herumgekommen und ich würde so gern mal etwas von unserem wunderschönen Land zu sehen bekommen.“, plapperte Alvie los.
„Nein, vergiss es. Ich habe überhaupt keine Lust auf so einen Mist. Such dir jemand anderen.“, antwortete der Diagnostiker jedoch unfreundlich.
„Ach, komm schon. Du bist doch mein Homie. Sei kein Spielverderber. In Mayfield warst du doch ganz anders und ein echt cooler Typ. Bitte, komm mit. Das wird bestimmt lustig.“
„Na schön. Und was schlägst du als Transportmittel vor?“, fragte House genervt.
„Wir reisen mit einem Wohnmobil.“, lautete die prompte Antwort.
„Was? Mir ist überhaupt nicht nach Camping! Weißt du, dass das die Hölle für mein Bein ist? Nein, danke.“
„Ach, komm schon. Wir schlafen ja schließlich nicht in einem Zelt. Ein Verwandter von mir hat mir sogar ein sehr luxuriöses Wohnmobil ausgeliehen.“, versuchte Alvie immer noch ihn umzustimmen.
„Na und? Dann ist die Kiste zwar First Class, aber trotzdem ist es immer noch ein Wohnmobil. Ich kann mir was Besseres vorstellen.“, brummte House jedoch nur übellaunig.
„Ach, komm schon, House. Etwas Ablenkung würde dir sicher ganz gut tun. Schließlich hast du ja deine Lizenz noch nicht zurück und das wird wohl auch noch einige Zeit dauern. Also wäre es doch ganz gut, wenn du mit deinem Kumpel Alvie verreisen würdest.“, mischte sich jetzt Wilson in die Unterhaltung der beiden ein. Greg wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, als er von der Türklingel unterbrochen wurde.
„Das ist bestimmt der Pizzadienst.“, sagte James.
„Ach, was du nicht sagst und ich dachte schon die CIA würde vor der Tür stehen.“, ließ House wieder einen sarkastischen Kommentar los, humpelte zur Wohnungstür und öffnete diese.
„Hier ist Ihre Bestellung, Sir. Das macht dann 20 Dollar.“, sagte der Pizzafahrer und reichte dem Diagnostiker die zwei Pizzaschachteln und das Plastikschälchen mit dem Salat. Er gab ihm das Geld und dann verabschiedete sich der Auslieferer und der Nephrologe schloss die Tür wieder. Dann ging er mit dem Essen wieder zurück ins Wohnzimmer und sagte das, was er sagen wollte, bevor ihn der Pizzaservice unterbrochen hatte.
„Na gut, ich komme mit. Aber nur unter einer Bedingung.“, meinte Greg schließlich und stellte die Pizzen und den Salat auf dem Wohnzimmertisch ab. Dann ging er wieder in die Küche und holte Pizzateller und Besteck für drei Personen.
„Schieß los, Kumpel.“, rief der Rapper House zu.
„Wilson kommt auch mit.“, lautete die knappe Antwort des Nephrologen.
„Wie bitte? Sag mal hast du noch alle Tassen im Schrank?“, brauste James auf.
„Als ich das letzte Mal nachgesehen habe, waren noch alle da.“, antwortete House ohne eine Miene zu verziehen und kam mit den Tellern und Besteck zurück. Dann brach Alvie in schallendes Gelächter aus.
„Das war echt klasse, yo. Das ist mein House wie ich ihn kenne.“, sagte er und kaum war er verstummt, fing Wilson wieder an zu reden.
„Das geht nicht. Ich kann nicht mit euch reisen. Ich bin Leiter der Onkologie und habe jede Menge Arbeit.“
„Du musst lockerer werden, Wilson. Komm nimm noch einen Drink.“, forderte House ihn auf, ging in die Küche, holte dort eine Flasche Likör und eine Flasche Bier für sich aus dem Kühlschrank, nahm ein Likörglas und kam damit zurück ins Wohnzimmer. Als er wieder auf dem Sofa saß, schenkte er seinem Freund ein und dieser nahm das Glas auch gerne entgegen, um einen kräftigen Schluck der köstlichen Flüssigkeit zu trinken.

Einige Zeit und einige Gläser später:

„Hicks…House, isch werde disch und …deinen Kumpel Alvie hicks auf eurer Reise mitbegleiten. Wann soll esch denn los gehen?, lallte Wilson, der mittlerweile einige Gläser von dem Likör intus hatte.
„Wie wär´s mit jetzt?“, entgegnete Alvie.
„Wie jetzt?“, fragte House verwundert.
„Na, das Wohnmobil steht schon startklar draußen auf dem Bürgersteig, Kumpel.“
„Was? So schnell nun auch wieder nicht. Wenn du mir hilft, schnell etwas von meinen Sachen und Wilsons Krempel einzupacken, dann würde ich sagen in ungefähr einer Stunde. Dann denke ich haben wir alles zusammen, was wir brauchen. Und du mein Freund, du bist sternhagel voll und bleibst während Alvie und ich die Koffer packen, schön auf der Couch.“, wandte House sich an Wilson.
„Ja, ja. Alles klarrrr. Isch rühr misch nischt vom Fleck, hick.“

Während Greg und Alvie also alles zusammen suchten, was sie für ihre Reise brauchten, den Ferseher ausgeschaltet und die leeren Pizzaschachteln und das Plastikschälchen in den Müll geworfen hatten, lümmelte James auf der Couch herum und war schließlich laut schnarchend eingeschlafen. Ungefähr eine Stunde wurde er schließlich unsanft von seinem Freund wach gerüttelt.
„Hey, Dornröschen aufstehen. Komm mit zum Wohnmobil. Häng dich bei mir ein, so besoffen wie du bist, fällst du sonst noch hin. Alvie, ich nehm die linke Seite, du hängst ihn rechts ein.“ So stützten die beiden also den Onkologen und nach einer kurzen Strecke, die House jedoch wie eine Ewigkeit vorkam, erreichten sie endlich das Wohnmobil. Den Diagnostiker hatte es ziemliche Mühe gekostet seinen Freund zu stützen, da er sein rechtes Bein ja nicht stark belasten konnte und sein rechter Oberschenkel mal wieder anfing zu schmerzen. Deshalb rieb sich der Mediziner mit der Hand über die schmerzende Stelle und wartete bis die Pein wieder etwas nachließ.
„Alvie, hol mal bitte die Koffer. Ich sorge in der Zwischenzeit dafür, dass Wilson keinen Unsinn anstellt und steige mit ihm schon mal in den Wagen.“, sagte House freundlich zu seinem Kumpel aus Mayfield.
„Yo, geht klar, Mann. Bin gleich wieder da.“, entgegnete dieser und eilte wieder in das Gebäude, in dem sich das Apartment von House und Wilson befand. Ein paar Minuten später, als der Nephrologe mit seinem Freund auf der Sitzbank im Inneren des Gefährts Platz genommen hatte, kam Houses ehemaliger Zimmergenosse mit den Koffern zurück.
„Es kann los gehen, du kannst auf den Beifahrersitz kommen. Ich fahre. Dein Kumpel kann sich jetzt erst mal seinen Rausch ausschlafen.“, schlug dieser Greg vor und verstaute das Gepäck.
„Okay, wie du meinst.“, meinte der Angesprochene nur gelassen und freundlich und setzte sich, nachdem er Wilson sacht aufs Sofa gelegt, dessen Kopf auf ein Kissen gebettet und sanft zugedeckt hatte, neben den Mann, dessen Heimatland Puerto Rico war.
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Re: 50 Bundesstaaten, 5 Reisende und jede Menge Chaos [FF]

Beitrag#2  von Sandy House » Fr 9. Jul 2010, 10:12

Kapitel 2: Blinde Passagiere

1. Etappe: Von Princeton, New Jersey nach Trenton, New Jersey

Ungefähr eine halbe Stunde später erreichten die drei dann auch ihr erstes Ziel: die Hauptstadt des schönen Bundesstaates New Jersey, Trenton. Ein paar Meilen von der Stadt entfernt, parkte der Rapper das Wohnmobil auf einem Campingplatz, da es mittlerweile schon Recht spät war. Ein Blick auf seine Armbanduhr verriet House, dass es schon nach Mitternacht war. Deshalb beschlossen auch Greg und Alvie, dass es Zeit war schlafen zu gehen. Der Nephrologe machte es sich im großen Doppelbett bequem, während sich sein Genosse das obere Bett des Etagenbetts schnappte.

1. Tag: Ostküste vs. Westküste- Das Zusammentreffen zweier brillanter Männer

Am nächsten Morgen:

„Oh, Mann, brummt mir der Schädel.“, stöhnte Wilson und fuhr sich verschlafen mit der Hand durch seine braunen Haare.
„Morgen. Na, brauchst du eine Aspirintablette?“, wurde er von seinem Freund begrüßt.
„Ja, danke. Aber wo zur Hölle sind wir hier, House?“, entgegnete Wilson, nahm die angebotene Tablette entgegen und schluckte sie mit einem Glas Wasser, das House ihm hinhielt, hinunter und sprang entsetzt auf, als er bemerkte, wo er sich befand.
„Was für ein Spiel wird hier gespielt?“, fragte er alles andere als begeistert darüber.
„Du bist auf einem Campingplatz ein paar Meilen von Trenton entfernt und du wirst mal etwas Urlaub machen.“, antwortete House.
„Was? Bist du denn von allen guten Geistern verlassen? Ich muss zur Arbeit. Wie viel Uhr ist es?“, empörte sich der Onkologe.
„Kurz vor zehn. Wir sollten noch etwas frühstücken und dann weiter fahren.“, meinte Greg.
„Kurz vor zehn? Oh mein Gott! Ich müsste schon längst auf der Arbeit sein! Cuddy wird hoch gehen wie eine Rakete, wenn sie das erfährt.“, fuhr James fort.
„Ach, was. Lass deinen Charme spielen. Du Sunnyboy wirst es doch locker schaffen sie zu besänftigen.“, meinte der Diagnostiker nur und klopfte seinem Kumpel auf die Schulter.
„Du und dein Freund Alvie, ihr werdet mich sofort wieder nach Princeton zurückfahren. Ich habe noch jede Menge zu tun.“, sagte Wilson böse.
„Das werden wir ganz bestimmt nicht tun. Du brauchst mal etwas Ruhe und Entspannung, Jimmy. Du arbeitest einfach zu viel.“, entgegnete House jedoch.
„Na schön, dann muss ich wenigstens Cuddy anrufen und sie informieren.“, meinte James, holte sein Handy und wählte die Nummer von Cuddys Büro.

„Princeton Plainsboro Teaching Hospital, Sie sprechen mit Dr. Lisa Cuddy.“
„Ähm, Dr. Cuddy, ich…“, fing Wilson an, wurde jedoch von seiner Chefin unterbrochen.
„Dr. Wilson? Wo stecken Sie? Ich habe Sie schon gesucht.“, sagte diese.
„Ich bin auf einem Campingplatz ein paar Meilen von Trenton entfernt. Ich…“
„Sie sind was?“, wurde er erneut von ihr unterbrochen. Ihre Stimme hatte mittlerweile einen wütenden Ton angenommen.
„Lassen Sie mich raten. Das Ganze hat etwas mit House zu tun.“, fuhr Lisa fort.
„Ja, in der Tat.“, lautete die knappe Antwort am anderen Ende der Leitung.
„Natürlich. Das hätte ich mir ja denken können.“, meinte die Klinikleiterin bissig.
„House hat mich abgefüllt und als ich dann zu betrunken war, um einen klaren Gedanken zu fassen, hat er die Lage natürlich ausgenutzt.“, erklärte Wilson.
„Ihnen ist aber schon klar, dass das Konsequenzen haben wird, Dr. Wilson. Die Fehlzeit wird Ihnen vom Urlaub abgezogen und alles was darüber hinausgeht, bekommen Sie nicht bezahlt. Außerdem werden Sie zur Strafe zehn Stunden zusätzlich in der Ambulanz abarbeiten.“, fuhr Cuddy verärgert fort und legte dann auf. James hatte gar nicht mehr die Gelegenheit etwas zu sagen, da seine Chefin das Gespräch schon beendet hatte.

„Na wie ist es gelaufen, Jimmy?“, fragte House seinen Freund
„Na, wie schon. Dumme Frage. Cuddy war alles andere als begeistert. Ich muss mal auf die Toilette.“, antwortete Wilson immer noch verärgert.
„Dann benutzt du am besten die Toilettenanlage auf dem Campingplatz. Alvie soll dich begleiten. Er weiß wo die WC´s sind. Denn er und ich waren heute Nacht schon dorthin, um zu pinkeln. Was die Sache mit Cuddy betrifft, mach dir da mal keine Gedanken. Sie wird sich schon wieder abreagieren und deine Abteilung wird auch ohne dich funktionieren. Deine Stellvertretung Dr. Star wird die Onkologie bestimmt gut leiten und er ist auch ein guter Facharzt auf diesem Gebiet.“, schlug Greg daraufhin vor und versuchte seinen Freund zu beruhigen.
„Okay. Danke für den Tipp. Aber du könntest schon mal zum Kiosk gehen und ein paar Sachen einkaufen, damit wir frühstücken können. Was die Sache mit meiner Abteilung angeht, hast du Recht. Dr. Star ist wirklich sehr gut.“, meinte der Onkologe jetzt schon wieder etwas versöhnlicher.
„Geht klar.“, meinte sein Freund nur und ging nach draußen ebenso wie Alvie und Wilson.
„Komm, Kumpel. Bist du bereit? Zu den Toiletten ist es nicht weit, yo.“, rappte Alvie, legte Wilson einen Arm auf die Schulter und deutete in der Ferne auf ein Gebäude, das schon am Horrizont zu erkennen war.
„Hey, Alvie! Vergiss nicht das Wohnmobil abzusperren!“, rief der Nephrologe seinem Freund noch zu, bevor er in Richtung Kiosk humpelte.
„Ey, yo, let´s go. Auf zum Klo.“, hörte House noch einen der schlechten Raps seines ehemaligen Zimmergenossen, dann war er außer Hör- und Sichtweite.

Ein paar Minuten später vor dem Wohnmobil des Trios:

„Mr. Monk, jetzt stellen Sie sich doch nicht so an. Wenn Sie sich weiterhin so dran stellen, dann machen Sie noch in die Hose.“, wandte Natalie Teeger sich an ihren Boss.
„Natalie, ich kann unmöglich die Toiletten benutzen, die die hier haben und in der Wildnis kann ich das erst Recht nicht!“, entgegnete Mr. Monk entsetzt.
„Na schön, Mr. Monk. Hier ist ein Wohnmobil. Wie wäre es, wenn Sie die Toilette da drin benutzen.“, schlug ihm seine blonde Assistentin vor.
„Nein, nein. Auf keinen Fall. Da wimmelt es sicher von Bakterien und außerdem wäre das Einbruch.“, widersprach der Detective.
„Die Tür ist nicht abgesperrt und Sie benutzen doch nur die Toilette, weil Sie ganz dringend müssen. Jetzt kommen Sie schon.“, drängte Natalie ihren Chef und hielt diesem nun die Tür auf. Allerdings rührte der sich immer noch keinen Millimeter. Deshalb half sie ihm mit einem kleinen Schubs etwas nach und stieg dann ebenfalls ins Innere des Gefährts.
„Hier ist die Toilette, Mr. Monk.“, sagte die blonde junge Frau schließlich und deutete auf eine Tür.
„Tücher.“, meinte Mr. Monk daraufhin nur panisch und seine Assistentin reichte ihm eine Packung mit Desinfektionstücher. Dann betrat er den Raum und wischte die ganze Toilettenschüssel noch gründlich mit Desinfektionstüchern ab, bevor er endlich sein großes Geschäft machte. Natalie hörte gerade von drinnen die Toilettenspülung, als noch ein Geräusch an ihre Ohren drang. Es kam von draußen.

Natalie bekam einen ziemlichen Schrecken als sich plötzlich die Tür öffnete und Alvie und Wilson hereinkamen.
„Äh, guten Morgen. Wer sind Sie denn und was machen Sie denn hier drin?“, fragte der Onkologe überrascht, aber freundlich die blonde Frau.
„Ich bin Natalie Teeger, die persönliche Assistentin des berühmten Privatdetektivs Adrian Monk. Ich warte auf meinen Boss. Er musste ganz dringend mal auf die Toilette.“, bekam er von ihr zur Antwort.
„Wieso hat er dann nicht die Toilettenanlage auf dem Campingplatz benutzt? Oder brechen Sie immer in anderer Leute Häuser oder Wohnmobile ein, wenn er mal aufs Klo muss?“, fragte Wilson belustigt.
„Ha, ha. Das war gut, Mann. Gib mir 5, yeah.“, meinte Alvie und hielt ihm die Handfläche seiner linken Hand hin, damit dieser abklatschen konnte, was dieser aber nicht tat. Dann ließ der Puertoricaner die Hand wieder sinken.
„Na ja, wissen Sie. Mr. Monk ist etwas speziell. Er hat so seine Probleme mit öffentlichen Toiletten.“, antwortete Mrs. Teeger erleichtert darüber, dass James offenbar nicht böse war. Der Onkologe schenkte ihr eines seiner bezaubernden Lächeln und sagte: „Schon in Ordnung. Was führt Sie denn hier auf diesen Campingplatz?“, erkundigte er sich neugierig. Natalie wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, als sich die Tür des Badezimmers öffnete und ihr Boss herauskam.
„Ähm, wir müssen dann jetzt wieder los. Vielen Dank, dass wir Ihre Toilette benutzen durften.“, meinte sie schnell und wollte mit Mr. Monk wieder verschwinden.
„Wollen Sie nicht noch etwas bleiben?“, bot Wilson ihr an. Die blonde Assistentin des Privatdetektivs wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, als House mit einer Plastiktüte in der einen Hand und seinem Gehstock in der anderen Hand auftauchte.
Zuletzt geändert von Sandy House am Mi 17. Nov 2010, 23:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 50 Bundesstaaten, 5 Reisende und jede Menge Chaos [FF]

Beitrag#3  von Sandy House » Sa 10. Jul 2010, 10:12

Kapitel 3: House trifft auf Mr. Monk

„Wilson, kaum lässt man dich mal ein paar Minuten allein schon hast du wieder eine heiße Braut abgeschleppt. Du wirst sie doch wohl nicht zu Mrs. Wilson Nr. 4 machen, oder?“, zog er seinen Freund auf. James wollte gerade etwas darauf erwidern, als Gregs Blick auf Mr. Monk fiel.
„Und wer ist dieser Typ da?“, fragte er daraufhin verwundert.
„Das ist Adrian Monk. Mein Boss. Ich bin seine persönliche Assistentin.“, antwortete Natalie prompt und reichte ihm seine Hand. House erwiderte den Händedruck und meinte dann: „Ich hätte auch gerne eine persönliche Assistentin. Ich glaube, wenn ich meine Lizenz wieder zurück habe, dann muss ich Cuddy auch darauf anquatschen und sie davon überzeugen, dass ich so etwas brauche.“ Dann wollte Wilson Mr. Monk die Hand schütteln, da er nicht unhöflich sein wollte. Doch dieser ließ das nur sehr widerwillig geschehen und verzog angeekelt das Gesicht, um sich dann gleich wieder an Natalie zu wenden.
„Tuch.“, sagte er nur kurz und knapp und sie wusste, was er wollte, kramte in ihrer Handtasche, holte die Packung mit Desinfektionstücher heraus und reichte ihm diese. Der Detective schnappte sich auch gleich eins und reinigte sich damit gründlich die Hände.
„Äh, was macht er da?“, fragte der Onkologe daraufhin irritiert
„Na, was wohl, Einstein. Er wischt sich die Hände mit Desinfektionstüchern ab.“, ließ House prompt wieder einen seiner sarkastischen Kommentare los.
„Das ist mir klar. Aber warum tut er das? Hat er etwa eine Phobie gegen Bakterien?“, entgegnete James.
„Yap, der Typ hat ganz bestimmt eine Bacteriophobie“, antwortete Greg und gab seinem Freund Recht.
„Mr. Monk fürchtet sich in der Tat vor Bakterien. Deshalb wischt er sich die Hände ab. Woher wissen Sie das?“, fragte die Blondine erstaunt.
„Wir sind Ärzte.“, lautete die knappe Antwort der beiden.
„Was macht denn so eine persönliche Assistentin?“, erkundigte sich James neugierig und um auf ein anderes Gesprächsthema zu kommen, während er die Lebensmittel aus der Plastiktüte räumte und auf die Arbeitsplatte der kleinen Küchenzeile legte bzw. stellte. Sachen, die gekühlt werden mussten, wie zum Beispiel Getränke, verstaute er gleich in dem kleinen Kühlschrank, der sich ebenfalls im Wohnmobil in der Küchenecke befand.

„Na ja. Ich habe eine Vielzahl von Aufgaben zu erledigen. Ich fahre ihn zu seinen Einsätzen oder zu seinen Terminen mit Dr. Bell seinem Psychiater, ich reichte ihm Desinfektionstücher, wenn er welche braucht…Ich tue eigentlich alles, um ihm irgendwie sein Leben zu erleichtern und kümmere mich eben um ihn.“, erzählte Natalie.
„House, hilfst du mir beim Frühstück machen, dann geht es schneller.“, rief Wilson seinem Freund zu, der es sich in der Sitzecke gemütlich gemacht hatte.
„Aber klar doch. Habt ihr euren Smalltalk beendet?“, kam die prompte Antwort von House.
„Ja, haben wir.“, kam es knapp von James zurück. Greg stand von seinem Platz auf und humpelte zu seinem Kumpel Wilson.
„Hey, Alvie. Ich helfe hier mal in der Küche. Du kannst dich ja solange allein beschäftigen und pass auf, dass unsere blinden Passagiere keinen Unsinn anstellen.“, meinte er zu seinem anderen Freund, der ihm gegenüber am Tisch gesessen hatte.
„Geht klar, Mann.“, meinte dieser nur und dachte sich irgendwelche Reime aus, die er auf ein Blatt Papier schrieb. Natalie leistete ihm Gesellschaft, während Mr. Monk mit einer Packung Desinkfektionstüchern herumlief und alles abwischte, was er in die Finger bekam. Nichts war vor ihm sicher. Adrian hatte dem Staub, dem Dreck und den Bakterien den Kampf angesagt.

„So, dann verrate mir mal Chef de cuisine, was du heute Morgen Gutes zaubern wirst.“, meinte House und wartete auf eine Antwort von Wilson.
„Ich dachte da an Rühreier mit Schinken und Pancakes.“, sagte der Onkologe daraufhin.
„Lecker. Alles klar. Du kümmerst dich um die Rühreier mit Schinken und ich erledige das mit den Pancakes.“, schlug Greg ihm vor.
„In Ordnung.“, meinte James mit einem Nicken. Gesagt, getan und ein paar Minuten später stand alles, was sie für ein reichhaltiges Frühstück brauchten auf dem Tisch. Alvie hatte in der Zwischenzeit den Tisch gedeckt, wo nun eine Kanne mit frischem Kaffee, eine Packung Milch, eine Schachtel mit Cornflakes, Ahornsirup und ein Teller mit Pancakes standen. Dann kam Wilson mit der Pfanne in der Hand und tischte jedem eine ordentliche Portion Rührei mit Schinken auf. Dann ging er zurück zur Küchenzeile, um die Pfanne in die Spüle zu räumen. Als er das erledigt hatte, ging er zu den anderen zurück, die sich schon genüsslich über die Pancakes mit Ahornsirup und das Rührei hermachten. Alle bis auf einen. Mr. Monk hatte entsetzt aufgeschrien, als er die Packung mit Milch entdeckt hatte. Daraufhin hatten House, Wilson und Alvie ihn mit großen Augen angestarrt als ob der Detective vom Mond kommen würde.
„Was haben Sie denn für ein Problem? Was schreien Sie hier so rum, als ob Sie einer abstechen würde?“, blaffte der Diagnostiker diesen gewohnt unfreundlich an.
„Ah! Ich…“, fing Adrian an, immer noch entsetzt über den Anblick.
„Er hat Angst vor Milch.“, erklärte Natalie, um die Situation aufzulösen.
„Er hat was? Oh, Mann! Sie haben wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank. Erst eine Bacteriophobie und dann fürchten Sie sich vor Milch. Was kommt als nächstes? Na schön, dann werden Sie eben erst nach uns frühstücken.“, sagte Greg und goss sich Milch über seine Cornflakes. Die Pancakes auf seinem Teller hatte er schon vertilgt und auch das Rührei war schon verschlungen und in seinem Magen gelandet.

Nachdem er auch die Cornflakes verputzt hatte, stand er auf und sagte zu Wilson: „Ich leg mich noch ein bisschen aufs Ohr.“ Mit diesen Worten machte er es sich im großen Doppelbett bequem. Mit einem genervten Seufzer fing Wilson an das Geschirr abzuräumen und in die Geschirrspülmaschine einzuräumen. Als er das erledigt hatte, schaltete der Onkologe die Maschine an und ging an Alvie, Mr. Monk und Natalie vorbei nach draußen.
„Yo, Kumpel. Wo willst du denn hin? Hey, warte auf mich. Ich kann dich doch begleiten und werde auch sicher keinen Ärger bereiten.“, rief Alvie ihm noch hinterher und ließ wieder einen seiner Raps los, doch James gab keine Antwort.
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Beitrag#4  von Sandy House » So 11. Jul 2010, 10:34

Kapitel 4: Wilsons gescheiterter Fluchtversuch

Als Wilson nach über einer Stunde immer noch nicht zurück war, beschloss Alvie seinen Freund House zu wecken.
„Hey, House. Wach auf, Mann. Dein Kumpel hat sich aus dem Staub gemacht, yo.“, sagte dieser und rüttelte an Gregs Schulter.
„Was ist denn los?“, brummte der Diagnostiker immer noch verschlafen.
„Dein Freund ist verschwunden.“, wiederholte der Rapper.
„Was? Das darf doch nicht wahr sein! Wir müssen ihn suchen.“, meinte House und stand auf.
„Hey, der Durchgeknallte und die blonde Tussi, ja ihr seid gemeint. Wir machen uns jetzt auf die Suche nach Wilson und ihr werdet mitkommen, weil ich nicht will, dass ihr hier allein im Wohnmobil herumlungert. Nachher klaut ihr noch irgendetwas.“, sagte House unfreundlich zu den beiden und dann stellte er noch eine Frage.
„Warum seid ihr überhaupt noch hier?“ „Tja, wir haben ein Problem mit unserem Auto. Mr. Monk musste ja so geizig sein und den billigsten Mietwagen, den sie hier in New Jersey hatten, mieten. Leider war der Wagen eine Schrottkarre und wir haben es gerade noch bis hier auf den Campingplatz geschafft.“, erzählte Natalie.
„Aha und von wo kommt ihr zwei?“
„Aus San Francisco.“, kam die prompte Antwort.
„Und was macht ihr dann hier in New Jersey?“, fragte Greg verwundert.
„Wir haben Sharona Flemming besucht, die ehemalige Asstentin von Mr. Monk. Sie ist wieder zurück nach New Jersey gezogen und hat geheiratet. Mein Boss hat sich wirklich riesig gefreut, als er eine Einladung von ihr in seinem Briefkasten fand. Sie hatte uns beide vor zwei Tagen in ihr Haus in Trenton eingeladen, aber als Mr. Monk gemerkt hat, dass Sharona glücklich ist und nicht wieder zu ihm zurück kommen würde, wollte er direkt wieder aufbrechen und wir sind zur nächsten Autovermietung gegangen, die zum Glück gleich um die Ecke lag.“, fuhr die Blondine fort.
„Natalie, Sie müssen diesem Typen hier doch nicht alles erzählen.“, wurde sie schließlich von Adrian unterbrochen.
„Der Irre hat Recht. Wir sollten uns nicht weiter mit Smalltalk aufhalten. Wir müssen Wilson finden. So leicht entkommt er mir nicht. Wenn James Evan Wilson gedacht hat, er könnte so einfach von hier türmen, dann hat er die Rechnung ohne Gregory John House gemacht.“, meinte das Diagnostikgenie und stürmte nach draußen. Alvie folgte ihm gut gelaunt und auch Mr. Monk und Natalie folgten, wenn auch nur widerwillig. Die vier setzen sich also in Bewegung, kamen allerdings nicht weit. Plötzlich wurde die Stille durch einen Schrei durchbrochen.

„Ahhhhhhhhh! Natalie, retten Sie sich! Lassen Sie mich hier!“, rief der Detective panisch und die anderen drei wandten sich erschrocken zu Adrian um.
„Was ist passiert?“, rief das Trio gleichzeitig. Natalie stürmte sofort zu ihm und entdeckte was los war. Dann rief sie den anderen zu: „Er ist nur mit seinem Schuh in einen Hundehaufen getreten.“
„Was heißt hier „nur“, Natalie? Diese Schuhe müssen sofort entsorgt werden. Tüte.“, verlangte Adrian und streckte eine Hand aus.
„Stellen Sie sich nicht so an, Mr. Monk. Wir können ihre Schuhe jetzt nicht wegwerfen, sonst müssen Sie barfuß durch die Wildnis laufen.“, entgegnete seine Assistentin.
„Hören Sie auf Ihre Assistentin. Sie sind total durchgeknallt! Hier so ein Geschrei zu veranstalten, nur weil Sie in Hundescheiße getreten sind. Jetzt stellen Sie sich gefälligst nicht so an! Sagen Sie bloß nicht, dass Sie auch eine Canophobie haben. Das ist doch echt nicht zu fassen. “, fuhr House ihn genervt an. Er hatte gründlich die Schnauze voll von Mr. Monks Eigenarten.
„Er hat was?“, fragte Natalie nach.
„Eine Canophobie. Das heißt, dass er Angst vor Hunden hat.“
„Ja, das stimmt.“, antwortete die blonde Assistentin daraufhin. Doch House konnte nicht zu einem weiteren Kommentar ausholen, weil er in diesem Moment von dem Detective unterbrochen wurde.
„Igitt. Ich werde auf keinen Fall barfuß hier rum laufen. Nur über meine Leiche. Ich hasse die Wildnis, die ist so wild und unordentlich.“, erwiderte Monk und verzog angewidert das Gesicht.
„Ach, nee. Sind Sie ganz allein darauf gekommen, dass die Wildnis wild ist?“, meinte House sarkastisch und setzte sich wieder in Bewegung.
„Das war klasse, Kumpel. Yeah, ey. Voll krass, Mann. Der Typ ist total durchgeknallt.“, wandte sich House´Freund aus Mayfield an Greg. Dann folgte Alvie ihm und auch Natalie ging weiter.
„Jetzt kommen Sie schon, Mr. Monk.“, sagte sie und nach einem lauten Seufzer setzte sich auch Adrian in Bewegung, verlangte aber von Natalie ein Tuch, damit er sich noch den Schuh sauber wischen konnte.

Zur selben Zeit bei Wilson:

Für Mitte September war es immer noch recht heiß in New Jersey. Die Sonne knallte von einem azurblauen Himmel, an dem keine Wolke zu sehen war, und traf den Onkologen mit ihren blendend heißen Strahlen. Der Campingplatz war größer als er gedacht hatte, er hatte kein Wasser dabei und außerdem hatte er mittlerweile wieder ziemliche Kopfschmerzen. Deshalb beschloss er sich in den Schutz des nächstgelegenen Baumes zu begeben und sich ein wenig im Schatten auszuruhen. Wilson hatte mittlerweile furchtbaren Durst und die Hitze und die Kopfschmerzen setzten ihm zu. „Verdammt! Mein Fluchtversuch ist kläglich gescheitert. Ich hätte nicht gedacht, dass es bis zur nächsten Straße so weit ist. Das war es wohl mit meinem Plan per Anhalter zurück nach Princeton zu fahren., dachte Wilson erschöpft und wischte sich mit einer Hand die Schweißperlen vom Gesicht, die sich auf seiner Stirn gebildet hatten.

Wieder bei House und den anderen:

Mr. Monk hatte sich mittlerweile wieder einigermaßen beruhigt und angeführt von House ging das Quartett über die staubigen Wege des Campingplatzes. Die Bäume, an denen sie vorbei gingen, leuchten in verschiedenen Farben und zeigten ihre ganze Pracht. Sie leuchteten in rot und gelb und sahen wunderschön aus. Es war gerade Indian Summer und da leuchten die Blätter der Laubbäume bekanntlich in diesen herbstlichen Farbtönen. Als sie eine Weile weiter marschiert waren und der Diagnostiker schon eine Pause machen wollte, weil sein Bein wieder anfing zu schmerzen, da entdeckte er auf einer großen Wiese einen einzelnen Ahornbaum und konnte in der Ferne eine Person erkennen, die im Schatten dieses Baumes saß.
„Hey, wartet mal! Ich glaube da vorne ist jemand. Vielleicht ist es Wilson. Wir sollten mal zu dem Baum laufen“, meinte Greg daraufhin zu den anderen.
„Klar, Mann.“, antwortete Alvie und auch die anderen kamen der Aufforderung nach. Während die anderen schon mal vorausliefen, humpelte der Nephrologe so schnell er konnte, gestützt auf seinen Gehstock, zu dem Ahornbaum. Er konnte auch ein ganz schönes Tempo erreichen, was man vielleicht auch nicht so gedacht hätte. Im Nu hatte er sie eingeholt und als sie fast an ihrem Ziel waren, konnten sie erkennen, um wen es sich handelte. Es war tatsächlich Wilson. Dieser hatte die vier auch entdeckt und rief: „House! Hier bin ich!“
„Wilson!“, rief nun auch House und eilte ,so schnell wie es mit seinem lädierten rechten Bein möglich war, zu diesem. Auch die anderen drei folgten ihrem Anführer.
„Was machst du bloß für einen Scheiß, Alter? Kaum lässt man dich mal kurz unbeobachtet, haust du ab. Ich habe mir S…“, unterbrach House sich selbst.
„Du hast dir Sorgen gemacht?“, fragte der Onkologe und beendete damit den angefangenen Satz seines Freundes.
„Ja, na und? Ist das so verwunderlich? Schließlich bist du mein bester Freund. Mach das bloß nicht wieder.“, entgegnete Greg.
„Geht klar, House. Hast du was zum Trinken da? Ich habe solchen Durst und Kopfschmerzen habe ich auch.“, antwortete James.
„Nein, leider nicht. Aber vielleicht hat diese blonde Assistentin von dem Irren da was.“, meinte der Diagnostiker und deutete auf Mr. Monk und Mrs. Teeger.
„Sie heißt Natalie.“, stellte Wilson klar.
„Mir egal wie sie heißt. Hey, haben Sie was zum Trinken für meinen Freund?“, fragte House die junge, blondhaarige Frau.
„Ja, ich habe eine Flasche „Sierra Springs“ dabei.“, meinte die Angesprochene und kramte in ihrer Handtasche. Dann zog sie die Flasche mit dem Mineralwasser heraus.
„Hier.“, meinte sie und reichte das Getränk House, der es an Wilson weiter gab.
„Hier, Kumpel. Trink einen ordentlichen Schluck. Gegen die Kopfschmerzen bekommst du was, wenn wir wieder im Wohnmobil sind.“, sagte Greg und James drehte den Verschluss der Flasche auf und trank dann einen ordentlichen Schluck.
„Nein! Hören Sie auf damit! Natalie, wie konnten Sie denen nur meine Flasche mit „Sierra Springs“ geben? Ich brauche jede einzelne Flasche!“, empörte sich Mr. Monk.
„Was haben Sie denn jetzt schon wieder für Problem?“, blaffte House ihn daraufhin an, während er seinem Freund James die Hand hinhielt, um ihm beim Aufstehen zu helfen. Dieser ergriff die ausgestreckte Hand seines Kumpels und dann machten sich alle wieder auf den Rückweg.
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Re: 50 Bundesstaaten, 5 Reisende und jede Menge Chaos [FF]

Beitrag#5  von Sandy House » Mo 12. Jul 2010, 13:32

Kapitel 5: Mr. Monk trinkt nur „Sierra Springs“

„Mr. Monk trinkt nur „Sierra Springs“. Das ist das einzige Mineralwasser, das er akzeptiert und für gut genug befunden hat.“, erklärte Natalie das Verhalten ihres Chefs.
„Oh, Mann! Der Typ ist ja noch durchgeknallter als wir, was House?“, meinte Alvie lachend.
„Ja, das stimmt. Das ist doch ein schlechter Scherz, oder? Ich meine, das kann doch nicht Ihr Ernst sein, dass Ihr Chef nur eine Sorte Mineralwasser trinkt.“, meinte House.
„Doch, so ist es. Glauben Sie mir er trinkt nur Sierra Springs. Wenn Sie wollen erzähle ich Ihnen gerne die Geschichte, die mir seine vorherige Assistentin Sharona bei unserem Besuch erzählt hat. Sie war mit Mr. Monk in…“, fing Mrs. Teeger an zu erzählen, wurde jedoch von Greg unterbrochen.
„Lassen Sie´s gut sein. Mich wundert bei diesem Kerl so langsam nichts mehr.“, winkte er ab und setzte seinen Weg fort.
„Ich will das aber hören.“, sagte Wilson und hielt Mr. Monk jetzt die Mineralwasserflasche hin, weil er sie ihm wieder zurückgeben wollte.
„Ah! Nein. Halten Sie bloß diese Flasche von mir fern. Die muss schleunigst entsorgen werden.“, schrie Adrian jetzt panisch auf.
„Was ist denn jetzt schon wieder?“, fragte der Diagnostiker genervt, drehte seinen Kopf zu dem Detective um und verdrehte die Augen.
„Er hat daraus getrunken.“, lautete die knappe Antwort.
„Na und? Das macht man so mit Getränkeflaschen. Man trinkt daraus und jetzt ziehen Sie gefälligst nicht so eine Show ab. Kommen Sie. Wir müssen weiter und zusehen, dass wir zum Wohnmobil kommen, ich will heute noch weiter fahren und nicht ewig auf diesem verdammten Campingplatz versauern.“, blaffte das Medizingenie von der Ostküste den brillanten Detective von der Westküste , der jeden Mordfall und sonstige Verbrechen löste, an.
„Ich kann die Flasche nicht wieder an mich nehmen. Sie ist voller Bakterien.“, erwiderte Mr. Monk und verzog angewidert das Gesicht.
„Na schön. Wilson, behalt die Flasche. Sonst hält der Typ sich noch ewig Gespräch und wir kommen nicht richtig vorwärts.“
„Der Typ ist echt krass, oder was meinst du, House?“, lautete Alvies Kommentar dazu.
„Sie wollen die Geschichte mit Mr. Monk hören? Okay, dann fang ich mal.“, fing Natalie mit einem anderen Gesprächsthema an.
„Ja, lassen Sie hören.“, sagte Wilson.
„Also, damals war Sharona mit Mr. Monk in Mexiko. Er wurde dorthin gerufen, um einen Mordfall aufzuklären. Wie üblich hatte er genug an Vorräten dabei, allerdings wurden die alle beschlagnahmt. Sharona und die anderen hätten auch nie gedacht, dass das so ein großes Problem wäre, aber er hat sich wirklich beharrlich geweigert ein anderes Mineralwasser zu trinken und die hatten dort leider kein „Sierra Springs“. Wenn er sich noch länger hätte in Mexiko aufhalten müssen, dann wäre er bestimmt verdurstet.“, erzählte die blonde, junge Frau.
„Das ist doch total bescheuert.“, lautete House´Kommentar dazu.
„Nun ja, Mr. Monk ist eben sehr speziell.“, meinte Natalie nur. „Ja, so kann man es auch ausdrücken.“, brummte er und humpelte weiter.

10 Minuten später:

Endlich hatten die fünf wieder das Wohnmobil erreicht. Alvie nahm am Steuer Platz, Greg setzte sich auf den Beifahrersitz, James nahm, nachdem er noch eine Aspirintablette eingenommen hatte, die ihm House gegeben hatte, auf der Sitzbank mit dem Tisch in der Mitte Platz und die anderen beiden taten es ihm gleich.
„Sagen Sie mal, wo steht denn der Mietwagen mit dem Sie und Mr. Monk hierhergekommen sind?“, erkundigte sich der Onkologe bei Natalie.
„Ich kann Ihnen gerne den Weg zeigen, wenn Sie wollen. Aber wieso wollen Sie das wissen? Heißt das etwa, dass Sie uns beide noch ein Stück mitnehmen möchten?“, entgegnete diese daraufhin verwundert.
„Ja, warum nicht?“, meinte Wilson mit einem Schulterzucken.
„Da kann ich dir genug Gründe nennen, die dagegen sprechen, Wilson. Du wirst doch wohl nicht allen Ernstes diesen Verrückten da mitnehmen wollen. Obwohl ich zugeben muss, dass die blonde Tussi da gar nicht so übel ist.“, rief House ihm vom Beifahrersitz aus zu. Alvie hatte in der Zwischenzeit den Motor angelassen und war losgefahren.
„Jetzt sei mal nicht so, House. Wir nehmen sie doch nur noch ein kurzes Stückchen mit.“, entgegnete James.
„Na schön. Wie du meinst. Aber wirklich nur eine kurze Strecke. Dann schießen Sie mal los und sagen Sie Alvie wohin er fahren soll.“
„Yeah, jetzt geht´s richtig ab, yo und das nicht zu knapp.“, rappte Alvie schon wieder, während er das Wohnmobil durch die staubigen unbefestigten Wege des Campingplatzes steuerte.

Nach einer Weile stieß Natalie schließlich einen lauten Schrei aus.
„Da! Da vorn. Sehen Sie den alten Wagen. Das ist er.“, rief sie und deutete mit ihrem rechten Zeigefinger in die Ferne, wo tatsächlich am Horizont die Silhouette eines alten Pickups auftauchte.
„Was? Etwa diese alte Klapperkiste? Kein Wunder, dass Sie damit eine Panne hatten.“, lautete House´ Kommentar dazu, drehte sich zu Natalie um und grinste diese an.
„Da war wohl jemand zu geizig.“, sagte er zu ihr.
„Ja, aber da sprechen Sie mit der Falschen. Ich wollte ja ein besseres Auto mieten, aber Mr. Monk ist wirklich ein Geizkragen.“, konterte die Blondine.
„Hey, Rapstar. Halt mal an, damit der Wahnsinnige und Blondie aussteigen und ihr Gepäck in unser Wohnmobil verladen können, Homie.“, gab Greg seinem Kumpel mit cooler und gelassener Stimme Anweisung und setzte sich seine schwarze Sonnenbrille auf, die er eingepackt und im Handgepäck verstaut und jetzt wieder herausgeholt hatte.
„Klar, Kumpel. Hast du auch so ´ne coole Sonnenbrille für mich, Alter?“, antwortete Alvie.
„Sicher, hier.“, sagte der Diagnostiker nach einigem Kramen und zauberte noch eine Sonnenbrille herbei, die er seinem Freund reichte.
„Danke, Mann. Du bist echt der Coolste, House.“, entgegnete Alvie freudig und setzte sich jetzt ebenfalls die Sonnenbrille auf.
„Nein, Alvie. Wir sind die Coolsten.“, korrigierte House seinen Kameraden. Dieser parkte das Gefährt nur wenige Meter von dem Mietwagen entfernt und sie standen kaum als auch schon James und Natalie die Tür öffneten und nach draußen gingen. Gefolgt von Mr. Monk, der froh war sein Gepäck wiederzusehen.
„Ich helfe Ihnen beim Verladen.“, bot Wilson Mrs. Teeger an und ging mit ihr zu dem Auto. Doch als er schließlich davor stand und das ganze Gepäck auf der Ladefläche des kleinen Transporters sah, musste er schlucken und riss vor Verwunderung die Augen weit auf. Das konnte doch nicht wahr sein!
„Oh, mein Gott! Das ist jetzt nicht Ihr Ernst, oder? Haben Sie da Ihre ganze Wohnung dabei?“, meinte der Onkologe entsetzt und deutete auf die Berge von Koffern und Taschen, die sich übereinander stapelten.
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Re: 50 Bundesstaaten, 5 Reisende und jede Menge Chaos [FF]

Beitrag#6  von Sandy House » Di 13. Jul 2010, 10:24

Kapitel 6: In Trenton

„Ich fürchte ja. Das gehört alles Mr. Monk. Er hat jede Menge Vorrat an „Sierra Springs“ und was er sonst noch für notwendig hält, dabei.“, gab sie ihm zur Antwort.
„Wow. Das können wir aber unmöglich alles mitnehmen.“, meinte Wilson daraufhin.
„Natalie! Ich will nicht mit diesen Typen reisen. Haben Sie sich die nur mal angesehen? Der eine Typ geht an einem Stock, trägt verknitterte Hemden, die noch nicht mal ganz zugeknöpft sind und von der Unordnung, die in diesem Wohnmobil herrscht, will ich gar nicht erst anfangen.“, redete Mr. Monk sich von der Seele, was ihn störte.
„Dann können Sie doch aufräumen, Mr. Monk.“
„Da hätte ich jede Menge zu tun.“, meinte Adrian.
„Na das ist doch gut. So wird Ihnen auch nicht langweilig. Kommen Sie schon. Sonst sitzen wir hier noch einige Zeit fest.“, sagte sie, um ihren Chef zu überzeugen.
„Was? Das kommt überhaupt nicht in Fage! Keine zehn Pferde würden mich dazu bringen noch länger hier zu bleiben.“, kam die entsetzte Antwort ihres Vorgesetzten.
„Na bitte, geht doch.“, dachte Natalie Teeger zufrieden und entschied sich zusammen mit Wilson für die wichtigsten Sachen, die sie mitnehmen sollten.

Einige Zeit später:

Schließlich war alles im Wohnmobil verstaut und die Fahrt konnte weiter gehen. House hatte sich in der Zwischenzeit umgezogen und trug nun das Smiley T-Shirt, das ein Geschenk seines Freundes Alvie war und dieser konnte es natürlich nicht lassen, Wilson und den anderen davon zu berichten.
„Hey, James. Yeah, schau dir das an. Mein T-Shirt, yo. House trägt mein T-Shirt. Das ist echt abgefahren.“, freute sich Alvie.
„Aber weißt du was, Kumpel. Ich habe mir wieder das selbe T-Shirt gekauft und dann können wir im Partnerlook rumlaufen, ey. Ich freu mich so und ich weiß auch wieso. Ich bin gleich wieder da.“, freute sich der ehemalige Zimmergenosse von House, schnappte sich sein T-Shirt und zog sich um. Zum Glück war Mr. Monk zu sehr damit beschäftigt das Wohnmobil aufzuräumen, um darauf zu achten, sonst hätte er sicher wieder ein unnötiges Theater veranstaltet.
„Na, was sagt ihr dazu? Ist das nicht cool? Gimme 5, House.“, meinte Alvie und präsentierte stolz sein Outfit.
„Yeah, du siehst echt klasse aus, Alter. Aber das ist ja auch kein Wunder. Ich würde das T-Shirt nicht tragen, wenn es nicht gut aussehen würde, das kannst du mir glauben.“, antwortete Greg.
„Seit wann bist du denn in der Modebranche tätig?“, kam von James die sarkastische Frage.
„Ach, hast du das etwa noch nicht gewusst? Ich führe ein Doppelleben. So wie in dieser Teenie-Serie. Wie heißt die noch gleich? Ach, ja richtig. Jetzt hab´ich es. „Hannah Montana“. Wie in „Hannah Montana“. Ich bin Arzt und Modedesigner. Ich habe sogar eine eigene House-Marke.“, konterte dieser jedoch ebenso sarkastisch. Tja, Greg House war eben nicht auf den Mund gefallen.
„Ha, ha. Das ist echt abgefahren, yo. House, du bist echt der Beste. Der Spruch war echt klasse. Gimme 5, Alter.“, meinte Alvie und streckte seinem Freund die Handfläche seiner linken Hand hin, damit dieser abklatschen konnte. Dieser tat es auch, während der Onkologe nur genervt aufstöhnte und die Augen verdrehte.
„Wie wär´s wenn wir endlich weiterfahren?“, fragte er aber schließlich doch ungeduldig.
„Ach ja, richtig. Ganz vergessen. Sorry. Alvie, drück´auf´s Gas. Wir müssen so langsam mal die Hufe schwingen.“, wandte sich der Diagnostiker an seinen rapliebenden Kameraden und dieser tat wie geheißen.

Zehn Minuten später kamen sie endlich nach Trenton.
„Na endlich. Was sollen wir als erstes machen?“, fragte Wilson seine Mitreisenden.
„Ich schlage vor, dass wir erst mal was futtern gehen. Es ist Mittagszeit und ich habe Kohldampf.“, antwortete House ihm.
„Das ist doch nicht wirklich was Neues. Du hast doch immer Hunger.“, entgegnete James daraufhin.
„Yeah, ich stimme House zu. Ich will auch was essen gehen, yo. Dann können wir weiter sehen.“, rappte Alvie sich wieder zusammen und schlug sich auf die Seite seines Freundes.
„Okay. Und was ist mit unseren Gästen?“, erkundigte sich Wilson.
„Die machen sich jetzt aus dem Staub. Du hast gesagt, dass wir sie nur ein kurzes Stück mitnehmen. Die sind jetzt in einer Stadt und können sich nun allein durchschlagen.“, antwortete der brillante Mediziner aus New Jersey für seinen Kumpel.
„Oh, ja. Natürlich. Wir haben eure Gastfreundschaft schon viel zu lange in Anspruch genommen. Sobald das Wohnmobil hält, steigen wir aus.“, sagte Natalie.

Nachdem Alvie ein wenig durch die Stadt gefahren war, hatte er eine Pizzeria entdeckt und sogar einen Parkplatz in der Nähe gefunden. Kaum hatte er das Fahrzeug geparkt, wandte sich die blonde Assistentin an ihren Boss.
„Kommen Sie, Mr. Monk. Wir müssen gehen.“, sagte sie, öffnete die Tür und bugsierte ihn mit einem sanften Schubs nach draußen.
„Hey, Natalie! Hören Sie auf damit!“, empörte er sich. Adrian fühlte sich hier alles andere als wohl. Schließlich war er in einer vollkommen anderen Umgebung und in einer vollkommen anderen Stadt und das konnte er überhaupt nicht leiden. House, Wilson und Alvie betraten das Restaurant, während die anderen beiden weiter ihres Weges gingen, auch wenn Mr. Monk das nur mit äußerstem Widerwillen tat. Allerdings blieb ihm aber wohl kaum etwas anderes übrig.
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Re: 50 Bundesstaaten, 5 Reisende und jede Menge Chaos [FF]

Beitrag#7  von Sandy House » Mi 14. Jul 2010, 13:22

Kapitel 7: Im Restaurant

Kaum hatten die drei die Pizzeria betreten, wurden sie auch schon von einem Kellner begrüßt.
„Guten Tag, die Herren. Ich zeige Ihnen Ihren Tisch, Gentlemen.“, sagte dieser zu den Männern und führte sie zu einem Tisch direkt am Fenster.
„Vielen Dank.“, bedankte sich Wilson freundlich.
„Ja, danke, Mann. Der Tisch liegt direkt am Fenster, voll cool. Schau mal, House. Da kann man klasse die Leute beobachten.“, freute sich Alvie.
„Ja, ja. Schon gut. Halt mal die Klappe, Alvie. Ich will jetzt in Ruhe essen. Dieser durchgeknallte Typ von eben hat mich schon genug nerven gekostet.“, meinte House unfreundlich.
„Du meinst sicher Mr. Monk.“, sagte James.
„Mir doch egal wie er heißt, jedenfalls kann der Kerl einem den letzten Nerv rauben.“, brummte Greg nur.
„Geht klar, Mann. Ich quatsch dich vorläufig nicht mehr an, yo.“, antwortete Alvie seinem Freund.

Schließlich kam der Kellner mit den Speisekarten zurück und fragte, was sie trinken wollten.
„Für mich ein Bier.“, sagte House.
„Für mich das selbe.“, meinte Wilson.
„Also zwei Bier und was willst du, Alvie?“, fragte Greg seinen Kumpel.
„Da ich ja noch dran bin mit dem Fahren, muss ich wohl nüchtern bleiben und darf keinen Alkohol trinken. Ich nehme eine Cola, dann wird mir wohler.“, konnte der Puertoricaner es mal wieder nicht lassen in einem Reim zu antworten.
„Mensch, Alvie. Du und deine Raps.“, kommentierte der Diagnostiker das daraufhin und verdrehte die Augen. Nachdem die Bedienung sich alles notiert hatte, verließ diese den Tisch wieder um sich um die gewünschte Getränke zu kümmern. Dann kam der Ober wieder und servierte die beiden Biere und die Cola, bevor er wieder verschwand. In der Zwischenzeit las das Trio die Speisekarte und die drei überlegten sich, was sie essen wollten. Nach einigem Überlegen entschied sich House für überbackene Rigatoni mit Bechamel- und Bolognesesauce sowie klein geschnittenem Kochschinken. Wilsons Wahl war auf eine Pizza Funghi gefallen und Alvie wollte eine Combinazione essen. Da jetzt alle entschieden hatten, was sie nahmen, hob Wilson die Hand und der Kellner sah sein Zeichen und kam an ihren Tisch zurück. Die drei gaben ihre Bestellung auf und dann verschwand der Mann wieder, nachdem er sich alles aufgeschrieben hatte.

Ungefähr eine Stunde später:

House, Wilson und Alvie warteten immer noch auf ihr Essen und ihnen grummelte mittlerweile gewaltig der Magen. Greg wollte schon aufstehen und sich beschweren gehen, als der Kellner doch noch an ihren Tisch kam und die gewünschten Gerichte servierte. Der Diagnostiker konnte es aber natürlich trotzdem nicht lassen über den armen Bediensteten herzufallen.
„Sagen Sie mal, haben Sie das Essen extra aus Italien einfliegen lassen oder warum hat das so lange gedauert für eine Pizza und zwei Nudelgerichte zuzubereiten?“, zeigte er wieder seine Künste in Sarkasmus.
„Nein. Es tut mir wirklich sehr Leid, Sir. Aber wir haben im Moment ziemlich zu tun. Das Restaurant ist voll.“, antwortete der Ober kleinlaut.
„House!“, zischte Wilson und stieß seinem Freund mit dem Ellenbogen in die Seite.
„Au! Verdammt, was soll das, Wilson?“, zischte dieser nun verärgert zurück.
„Lass den armen Mann in Ruhe. Er kann doch auch nichts dafür, dass es hier so voll ist. Es ist eben Mittagszeit und da gehen eben viele Leute essen.“, sagte der Onkologe.
„Na und? Das ist mir egal. Ich habe Hunger.“, meinte Greg nur dazu und wandte sich dann wieder an den Bediensteten der Pizzeria.
„Hören Sie mir gut zu, Mister. Normalerweise würde ich jetzt zu eurem Geschäftsführer gehen und mich dort beschweren, aber ich will man nicht so sein. Aber erwarten Sie bloß kein Trinkgeld, klar?“, fuhr er diesen unfreundlich an.
„Natürlich, Sir. Wie Sie meinen.“, sagte der Kellner und verschwand so schnell es ging.
„Wow. Dem hast du es aber gegeben, House.“, lautete Alvies Kommentar zu dem Ganzen.
„Yeah, niemand lässt meine Homies und mich ungestraft so lange hungern.“, antwortete ihm sein Kumpel darauf.
„Hört auf, damit. Das ist doch wirklich kein Benehmen. Der arme Mann kann doch auch nichts dafür, dass es nicht schneller geht. Dafür braucht man ihn nicht noch so anzufahren.“, fing Wilson an, doch er wurde gleich wieder von House unterbrochen.
„Ja, ja. Schon gut. Du brauchst mich jetzt nicht wieder mit einer der Moralpredigten vollzulabern und verschone mich auch bitte mit deinem Freudschen Theorien und mach auch bloß keinen auf Siegmund Freud. Da habe ich jetzt wirklich nicht die Nerven dafür, klar.“, blaffte er seinen Freund unfreundlich an.
„Oh, Mann. Da ist aber jemand wieder schlecht drauf.“, meinte der Onkologe daraufhin.
„Das ist doch kein Wunder! Schließlich habe ich furchtbaren Kohldampf und dann bin ich immer schlecht gelaunt und jetzt lass mich in Ruhe essen.“, sagte der Nephrologe daraufhin und fing an sich über seine überbackenen Rigatoni herzumachen. Die beiden anderen fingen nun ebenfalls an zu essen und die drei ließen sich ihr Essen schmecken.

Ungefähr eine Viertelstunde später waren sie fertig mit speisen und House wandte sich an Wilson.
„Hey, Wilson. Kannst du mir was borgen?“ „Aber klar doch. Das habe ich schon fast so gedacht. Schließlich ist das ja nichts Neues. Ich bezahl das Essen.“, meinte er zwar etwas genervt, aber das störte Greg kein bisschen.
„Gut, dann ist das ja geklärt. Wir gehen schon mal zum Wohnmobil zurück, während du dich um die Bezahlung der Rechnung kümmerst. Aber gib dem Kellner ja kein Trinkgeld.“, gab dieser seinem Freund Anweisungen.
„Ja, ja. Geht schon. Ich regel das.“, sagte James zu den beiden und winkte mit einer Hand, damit House und Alvie verschwinden sollten.
„Gut, dann bis gleich.“, antworteten die beiden, verließen das Restaurant und kaum waren sie draußen und auf den Bürgersteig getreten, da erlebten sie auch schon eine unerfreuliche Überraschung.
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Re: 50 Bundesstaaten, 5 Reisende und jede Menge Chaos [FF]

Beitrag#8  von Sandy House » Do 15. Jul 2010, 09:28

Kapitel 8: Mr. Monk und Natalie sind zurück

Sie entdeckten Mr. Monk und seine Assistentin , die auf sie zukamen.
„Oh, nein! Das kann doch jetzt nicht wahr sein! Was will denn dieser Typ jetzt schon wieder?“, sagte House genervt.
„Ich hab´auch keinen Plan. Der Kerl treibt uns in den Wahn, yo.“, reimte sich sein Freund aus Mayfield zusammen. Schließlich hatten der Detective und Natalie die beiden erreicht und die Blondine fing auch schon gleich an zu reden.
„Tut mir Leid, dass wir Sie schon wieder stören müssen, aber wir haben ein Problem.“, plapperte sie los.
„Ach, was. Da wäre ich ja nie im Leben drauf gekommen.“, meinte House jedoch nur sarkastisch.
„Wir sind bestohlen worden. Unser ganzes Geld und auch die Kreditkarten sind weg.“, entgegnete Natalie Teeger schon leicht panisch.
„Okay, dann werden wir euch eben zum Flughafen bringen. Von welchem sind Sie beide denn abgeflogen? Die Flugtickets werden Sie ja wohl noch haben oder haben Sie die auch geklaut bekommen?“, fuhr Greg genervt fort.
„Wir haben überhaupt keine Rückflugtickets. Mr. Monk hat ja gemeint, er müsste unbedingt Geld sparen und hat nur One Way Tickets besorgt. Er wollte dann, wenn der Zeitpunkt zum Abflug gekommen ist, am Flughafen noch einen günstigen Flug nach San Francisco ergattern.“, erklärte die junge Frau.
„Das ist ja wohl gründlich in die Hose gegangen. Dann müssen Sie jetzt eben sehen, was Sie machen. Komm, Alvie. Wir gehen.“, sagte der Diagnostiker unfreundlich und wandte sich um, um weiter zu gehen. Doch eine, ihm nur allzu bekannte Stimme, hielt ihn auf.

„Hey, House. Mit wem unterhältst du dich denn da?“, fragte Wilson, der gerade die Pizzeria verließ.
„Mit Brad Pitt und Angela Jolie. Alvie und ich bitten die beiden gerade um ein Autogramm.“, ließ House wieder einen sarkastischen Kommentar los.
„Was für eine blöde Frage! Mach die Augen auf, dann siehst du wer uns da schon wieder belästigt.“, fuhr Greg unfreundlich fort.
„Das gibt es doch nicht. Was machen Sie beide denn wieder hier?“, stammelte James, der vollkommen überrascht war Mr. Monk und Natalie wieder zu sehen, vor sich hin.
„Blondie und der Wahnsinnige sind bestohlen worden. Ihr ganzes Bargeld und auch ihre Kreditkarten sind verschwunden.“, erzählte der Diagnostiker seinem Freund, was passiert war.
„Haben Sie noch Ihre Flugtickets? Wir können Sie ja wenigstens zum Flughafen fahren. Wenn Sie dann wieder in San Francisco sind, können Sie ja dort aufs Polizeirevier gehen und den dortigen Polizeibeamten den Diebstahl melden. Es kommt bestimmt wieder alles in Ordnung.“, redete Wilson mit ruhiger Stimme auf die junge, blonde Frau ein und versuchte diese zu beruhigen.
„Die beiden haben keine Rückflugtickets. Wie kann man eigentlich nur so blöd sein? Sie sind selbst Schuld, wenn Sie einen auf Dagobert Duck machen wollen und zu geizig sind. Wollen Sie mit dem gesparten Geld einen Geldspeicher bauen und jeden Morgen wie diese bekannte Disney Figur ein Bad in ihren Moneten machen?“, wandte House sich an Mr. Monk und konnte es natürlich nicht lassen mal wieder seinen Sarkasmus spielen zu lassen.
„House, hör schon auf. Darüber macht man keine Scherze. Okay, das ist wirklich ein Problem. Aber ich glaube ich habe schon eine Lösung. Sie fahren einfach mit uns mit. Wir machen eine Rundreise quer durch die USA und da kommen wir sowieso nach San Francisco.“, tadelte der Onkologe seinen Kumpel und machte Natalie einen Vorschlag.
„Sag mal, bist du jetzt vollkommen übergeschnappt, Wilson? Du willst allen Ernstes, dass wir uns bis San Francisco mit der Anwesenheit diesen Irren anfreunden sollen?“, blaffte House seinen Freund daraufhin unfreundlich an.
„Ach, komm schon. Die beiden brauchen unsere Hilfe. Kommen Sie, es wird alles wieder gut. Wir werden jetzt erst mal aufs Polizeirevier fahren und dort den Diebstahl melden. Außerdem sollten sie die Kreditinstitute von denen sie die Kreditkarten haben, informieren und die Karten sperren lassen. Dann geht es zur Touristeninformation und im Anschluss sehen wir uns noch einige Sehenswürdigkeiten hier an, bevor unsere Fahrt weiter geht.“, ratterte James den Tagesplan herunter.
„Das ist echt ätzend und die Hölle, dass du diesen wahnsinnigen Detective wirklich mitnehmen willst. Gegen seine Assistentin habe ich ja nichts.“, sagte Greg.
„Tja, du wirst dich eben damit abfinden müssen, House. Schließlich hast du mich auch mit einem miesen Trick dazu gebracht, dich auf dieser Reise zu begleiten. Das ist meine Rache. Leb damit.“, meinte Wilson daraufhin mit einem schelmischen Grinsen und ging weiter. Die drei waren noch ein paar Minuten unterwegs, dann kamen sie wieder beim Wohnmobil an. Alle stiegen ein und Alvie chauffierte sie, Dank des eingebauten Navis war das ja alles kein Problem, direkt zum nächsten Polizeirevier.

Die Sache mit der Meldung bei der Polizei war relativ schnell erledigt. Auch das mit der Sperrung der Kreditkarte verlief relativ unproblematisch und die fünf konnten mit ihrem Besichtigungsprogramm fortfahren.

Eine halbe Stunde später vor dem „Trent-House“:

„Wusstest du, dass das „Trent-House“ das Wohnhaus von William Trent war? Nach diesem Gebäude ist auch die Stadt benannt worden. William Trent, der ein Kaufmann aus Philadelphia war, hatte 1714 das umgebende Land gekauft und eine Stadt gebaut. Das „Trent-House“ wurde im Jahr 1719 erbaut.“, sagte Wilson, der in einer Informationsbroschüre las, die er bei der Touristeninformation mitgenommen hatte.
„Verflucht. Vielleicht war es doch ein Fehler dort vorbei zu schauen. Jetzt wird Wilson nicht aufhören wie ein Wasserfall zu plappern.“, dachte House
„Ja, ja. Schon gut. Wenn ich will, kann ich das ja alles nachlesen.“, antwortete dieser jedoch nur und verdrehte genervt die Augen.
„House, ich habe genau gesehen, was du gemacht hast. Du brauchst nicht die Augen zu verdrehen. Es kann nichts schaden, wenn man mal ein paar Informationen sammelt.“, erwiderte der Onkologe.
„Schon klar. Aber du brauchst das nicht so runter zu leiern, als ob du ein Geschichtsbuch auswendig gelernt hättest.“, konterte das Diagnostikgenie aus Princeton.
„Wie wäre es, wenn wir mal reingehen?“, schlug James vor und ignorierte den Kommentar seines Freundes.
„Von mir aus. Bringen wir es hinter uns.“, brummte Greg.

Alvie folgte den beiden, rappte vor sich hin und schoss etliche Bilder mit seiner Digitalkamera, während Natalie beschlossen hatte mit Mr. Monk draußen zu bleiben, da dieser ja doch keine Ruhe hätte. Wenn dort auch nur ein Bild ein wenig schief hängen würde, dann wäre der Detective nicht mehr aufzuhalten und er würde etwas anfassen, was mit Sicherheit streng verboten war. Das würde dann wiederum ziemlich Ärger bereiten, worauf die Assistentin von Adrian gut verzichten konnte. Ungefähr eine Dreiviertelstunde später kamen dann auch die anderen drei aus dem Gebäude und Natalie Teeger atmete erleichtert auf. Ihr Boss hatte nämlich das Talent jeden ziemlich schnell in den Wahnsinn zu treiben mit seinen ganzen Phobien und Zwangsneurosen. So hatte er sich über die Grünanlage und die Blumenbeete beschwert, weil da viel zu viel Erde sei und wollte von ihr eine Schaufel und einen Besen haben. Selbstverständlich bekam er das nicht von ihr und so hielt er ihr die ganze Zeit Gespräch und jammerte vor sich hin.
„Gott sei Dank, dass Sie endlich zurück sind! Mr. Monk kann einen manchmal wirklich in den Wahnsinn treiben.“, begrüßte Natalie House, Wilson und Alvie, die auf die beiden zu gekommen waren.
„Nicht nur manchmal.“, lautete der Kommentar von Greg dazu. Daraufhin brach sein rapliebender Freund in schallendes Gelächter aus.
„Ha, ha. Das ist echt komisch, Mann. Voll der Knüller, ey. House, irgendwann kommst du noch groß raus.“, sagte dieser und klopfte seinem Kumpel auf die Schulter.
„Was haben Sie denn diesmal wieder angestellt? War es Ihnen hier etwa zu dreckig? Wollten Sie hier wieder Putzmann spielen?“, fragte der Nephrologe mit sarkastischem Unterton.
„Da ist überall Erde. Das kann man doch unmöglich so lassen.“, bekam er daraufhin von dem Detective zur Antwort.
„Ach, was Sie nicht sagen. Das ist ebenso bei einer Grünanlage. Oder wo denken Sie, wo sonst die Pflanzen wachsen? Bestimmt nicht auf Beton oder Steinen.“, fuhr Greg in seiner „charmanten“ Art fort.
„Das heißt noch lange nicht, dass es hier so schmutzig sein muss.“, entgegnete Monk.
„Komm, Rapstar. Bringen wir das Kulturprogramm hinter uns, damit wir weiter fahren können.“, brummte House und ignorierte den Kommentar des brillanten Ermittlers einfach.
„Oh, yeah. Ich will als nächstes nach New York City.“, freute sich Alvie.
„Dann lass uns zu sehen, dass wir Gas geben. Wilson will sich schließlich noch das „Friends Meeting House“, das „State Capitol of New Jersey” und die “Old Masonic Lodge” ansehen. Erbaut wurden die Gebäude 1739, 1792 und 1793. Ich muss ja eine richtige Berühmtheit sein, wenn die so viele Gebäude nach mir benennen.”, sagte House sarkastisch.
„Ha, ha. Wirklich sehr witzig. Woher weißt du denn, wann die Bauwerke entstanden sind?“, entgegnete James.
„Tja, du bist nicht der Einzige, der was bei der Touristeninformation hat mitgehen lassen.“, meinte Greg mit einem Grinsen und hielt ihm nun ebenfalls eine Broschüre unter die Nase.

Einige Zeit später:

Die drei hatten schließlich ihr Kulturprogramm absolviert, während Mr. Monk und Natalie immer vor den Sehenswürdigkeiten auf sie gewartet hatten. Nun saßen sie wieder im Wohnmobil und Alvie war dabei das Navigationsgerät auf ihr nächstes Ziel zu programmieren.
„Ähm, Alvie. Wir befinden uns nur wenige Meilen von der Grenze zu Pennsylvania entfernt. Da wäre es doch sinnvoller, wenn wir zuerst dorthin fahren und später nach New York City.“, schlug House vor, da er merkte, dass die Route seines Freundes ein riesen Umweg wäre.
„Ach, komm schon. Ist doch egal. Wir fahren einfach so wie es uns passt. Wozu sollten wir uns unnötig Stress machen?“, meinte dieser jedoch nur gelassen.
„Okay, wie du meinst. Hast Recht, Kumpel. Lass uns mal ordentlich abchillen.“, antwortete Greg genauso lässig und legte die Füße hoch, während sein Kamerad aus Mayfield den Motor startete und Kurs auf ihr nächstes Ziel nahm.
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Beitrag#9  von Sandy House » Fr 16. Jul 2010, 13:38

Kapitel 9: Zwischenstopp in „Paterson“

2. Etappe: Von Trenton, New Jersey nach New York City, New York

Die fünf waren schon einige Zeit unterwegs, als die Tankanzeige deutlich machte, dass nicht mehr viel Sprit vorhanden war.
„Mist! Verdammt, Alter! Wir haben gleich keinen Saft mehr.“, fluchte Alvie. Doch sein Beifahrer House wusste eine Lösung für dieses Problem.
„Pass auf, mein Homie. Ich habe auf einem Hinweisschild gelesen, dass es nur noch ein paar Meilen bis „Paterson“ sind. Das ist die drittgrößte Stadt in New Jersey. Da haben die mit Sicherheit eine Tankstelle und einen großen Supermarkt, wo wir einkaufen können.“, schlug Greg ihm vor.
„Klasse, Mann. Genau das machen wir.“, meinte sein rapliebender Freund begeistert.
„Machen wir einen Zwischenstopp?“, erkundigte sich Wilson, der gerade mitbekommen hatte, was die beiden zu bequatschen hatten.
„Yap. Wir statten „Paterson“ einen kleinen Besuch ab.“, antwortete der Diagnostiker.
„Etwa „Paterson“, die drittgrößte Stadt New Jerseys? Die, die nach William Paterson benannt ist?“, fragte der Onkologe nach.
„Yeah, oder kennst du etwa noch eine Stadt, die so heißt? Außerdem hättest du nicht so blöd zu fragen brauchen, wenn du mir richtig zugehört hättest.“, konterte House.
„Nein, das tue ich nicht und ich muss ja auch nicht immer bei allem, was du sagst, so genau hinhören.“, erwiderte Wilson daraufhin.
„Dann ist ja alles klar. Nächster Halt „Paterson“. Ich sage es nun nochmal, damit es auch der letzte Idiot verstanden hat.“, sagte der Nephrologe, während Alvie gerade die Abfahrt zu ihrem nächsten Ziel nahm und den Highway verließ.

Eine Viertelstunde später an einer Tankstelle in „Paterson“:

Während Alvie tankte und dafür sorgte, dass wieder genug Sprit im Wohnmobil war, schauten sich House, Wilson, Natalie und auch Mr. Monk, der allerdings nicht gerade begeistert war, im Tankstellenshop um. Greg hatte sich einen Sixpack mit Bier aus dem Kühlschrank, eine Tüte Chips und ein fertig abgepacktes Reubensandwich aus dem Kühlregal geschnappt und rief seinem Freund James etwas in einer Lautstärke zu, dass es im ganzen Laden zu hören war.
„Hey, Wilson. Pumpst du mir noch ein paar Dollar? Ich will das hier haben.“, meinte dieser und zeigte ihm die Sachen, die er in der Hand hatte. Der Onkologe verdrehte daraufhin nur genervt die Augen. Er stand am Regal mit den Zeitungen und Zeitschriften und entschied sich für die New York Times. Damit ging er dann an die Kasse und House folgte ihm. In diesem Moment ging auch die Glastür auf und Alvie kam herein.
„Yo, House. Das Wohnmobil ist startklar.“, rief dieser seinem Freund zu.
„Gut, du kannst schon mal wieder Platz nehmen. Wilson übernimmt die Rechnung.“, antwortete ihm der Diagnostiker.
„House, was soll das? Warum soll ich immer für alles bezahlen?“, wandte sich der Onkologe genervt an seinen Kumpel.
„Jetzt sei mal kein Spielverderber, Wilson. Alvie und ich werden auch schon noch etwas spendieren.“, meinte dieser nur und als sie an der Reihe waren mit bezahlen, wandte House sich an die Kassiererin.
„Das geht alles auf seine Rechnung.“, sagte er und deutete auf James. Dann schnappte er sich die Lebensmittel und ging mit Alvie nach draußen und die beiden gingen ins Wohnmobil. Wilson machte also seinen Geldbeutel auf und bezahlte. Dann gesellte er sich zu den anderen beiden. Der Einzige, der noch keine Anstalten machte zu gehen, war Mr. Monk. Dieser war gerade dabei die Regale umzuräumen, da ihm hier alles viel zu unordentlich war und Natalie und einer der Verkäufer dieser Tankstelle versuchten ihn davon abzuhalten.
„Könnten Sie mir mal erklären, was Sie da tun?“, fragte der Mitarbeiter etwas genervt Mr. Monk.
„Ich räume die Sachen um.“, antwortete dieser.
„Das sehe ich. Aber wieso machen Sie das? Hören Sie auf damit.“, entgegnete der Bedienstete.
„Das kann ich nicht machen. Hier ist alles noch viel zu chaotisch. Das kann man unmöglich so lassen.“, widersprach Adrian hartnäckig.
„Kommen Sie, Mr. Monk. Sonst fahren die anderen noch ohne uns weiter.“, drängte Natalie und packte ihn am Arm.
„Natalie, was ist bloß in Sie gefahren? Lassen Sie los!“, empörte sich der Detective und versuchte, mit angewiderten Ausdruck im Gesicht, sich von ihr loszureißen.
„Hören Sie auf Ihre Freundin und verschwinden Sie. Sie können uns hier doch nicht alles durcheinander machen, nur weil Ihnen die Anordnung nicht gefällt.“, meinte der Verkäufer nun auch genervt.
„Er ist nicht mein Freund, sondern mein Boss.“, meinte Mrs. Teeger.
„Mir egal. Schaffen Sie ihn hier bloß raus.“, fuhr der Angestellte unfreundlich fort. Natalie schaffte es schließlich, wenn auch mit Mühe, Mr. Monk durch die Tür und nach draußen zu schaffen. Dann stiegen auch die beiden ins Wohnmobil ein und wurden schon von House unfreundlich begrüßt.
„Habt ihr es auch endlich geschafft wieder hierher zu finden? Haben Sie noch den ganzen Tankstellenshop aufgeräumt oder warum hat das so lange gedauert?“, blaffte er sie mit einem sarkastischen Unterton in der Stimme an.
„Nein, aber er hat es natürlich versucht.“, antwortete Natalie prompt.
„Ihr Boss hat wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank. Das ist doch echt nicht zu fassen, dass wir so lange auf ihn warten mussten, nur weil es ihm nicht ordentlich genug war! Ihr Chef hat ja einen schlimmeren Ordnungsfimmel als Wilson und das will schon was heißen.“, meinte Greg genervt.
„ Was soll das denn jetzt heißen? Ich habe überhaupt keinen Ordnungsfimmel.“, empörte sich James.
„Klar, hast du den, mein Freund. Immer müssen deine Hemden und Krawatten ordentlich gebügelt sein und wehe es ist mal ein Knitter drin. Auch sonst achtest du immer genau darauf, dass auch ja alles aufgeräumt ist.“, sagte das Diagnostikgenie.
„Und wenn schon? Es muss ja schließlich nicht immer das totale Chaos sein so wie bei dir.“, konterte Wilson.
„Uh! Jetzt hast du es mir aber gegeben.“, kam es von House sarkastisch zurück.
„Alvie, check mal das Navi und schau mal nach, wo hier der nächste größere Supermarkt ist.“, wandte sich der Nephrologe nun an den Fahrer.
„Geht klar, Mann.“, antwortete dieser und drückte einige Knöpfe am Gerät.

In der Zwischenzeit im Princeton Plainsboro Teaching Hospital in Princeton, New Jersey

Cuddy war gerade in eine Akte vertieft und machte sich Notizen, als die Tür zu ihrem Büro aufging und Foreman hereinkam. Sie schaute auf und fragte verwundert: „Dr. Foreman, was machen Sie denn hier?“
„Ich möchte die diagnostische Abteilung leiten.“, antwortete ihm der afroamerikanische Neurologe.
„Sind Sie etwa nicht zufrieden in der Neurologie?“, erkundigte sich seine Chefin daraufhin.
„Doch, schon. Aber dort bin ich nicht der Abteilungsleiter. Kommen Sie schon, Dr. Cuddy. Ich kann die Diagnostik auch ganz gut leiten.“, entgegnete er.
„Na schön. Aber nur so lange, bis Dr. House wieder seine Lizenz zurück bekommen hat. Trommeln Sie das Team zusammen, das zur Zeit in der Notaufnahme arbeitet um Dr. Cameron ein wenig zu unterstützen. Ich habe da einen Fall, der Sie interessieren könnte.“, antwortete die Klinikleiterin und reichte Foreman eine Patientenakte.
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Re: 50 Bundesstaaten, 5 Reisende und jede Menge Chaos [FF]

Beitrag#10  von Sandy House » Sa 17. Jul 2010, 11:14

Kapitel 10: Foreman stattet Cameron in der Notaufnahme einen Besuch ab

„Danke, Dr. Cuddy. Sie werden es nicht bereuen.“, bedankte er sich bei seiner Chefin. Diese nickte ihm nur kurz zu und Foreman war noch nicht zum Büro raus, da klingelte auch schon wieder das Telefon. Cuddy nahm ab und widmete sich dem Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung, während der Neurologe schließlich den Raum verließ.

Notaufnahme, Princeton Plainsboro Teaching Hospital:

Der Afroamerikaner kam in die Notaufnahme, um nach Thirteen und Taub zu suchen und entdeckte Cameron, die gerade einen Patienten mit einer Schnittwunde am Arm behandelte. Er ging auf sie zu und setzte sich auf das Bett gegenüber, das noch frei war und sprach die junge leitende Oberärztin, die die Wunde ihres Patienten gerade ärztlich versorgte, an.
„Hallo, Cameron. Na wie geht´s?“, meinte er gutgelaunt.
„Ähm, gut. Kann ich dir helfen?“, antwortete sie freundlich und desinfizierte die Verletzung.
„Au! Das brennt!“, jammerte der Mann auf, als sie die betroffene Stelle gründlich reinigte.
„Tut mir Leid, aber das muss sein. Ich muss erst alles desinfizieren, bevor ich die Wunde nähen kann.“, erklärte die blonde Oberärztin und Immunologin ihrem Patienten freundlich. Als sie alles gründlich sauber gemacht hatte, zog sie eine Spritze mit Lidocain auf.
„So, ich werde Ihnen jetzt eine Lokalanästhesie setzen, Mr. Smith. Das gibt jetzt einen kleinen Pieks und dann tut nichts mehr weh.“, sagte sie freundlich und injizierte das lokal wirkende Betäubungsmittel in die Nähe des Schnitts am betroffenen Arm.
„Ich suche Thirteen und Taub.“, fing Eric nun wieder an zu reden.
„Thirteen kümmert sich gerade um eine Patientin mit Verbrennungen und einer Rauchvergiftung nach einem Wohnungsbrand. Taub hat ebenfalls einen Patienten mit Schnittverletzungen zu versorgen.“, antwortete ihm Cameron und knuffte Mr. Smith leicht in den Arm, nachdem sie ein wenig gewartet hatte bis das Mittel seine Wirkung zeigen würde.
„Tut das weh?“, erkundigte sie sich.
„Nein.“, antwortete dieser.
„Gut, dann fangen wir mal an.“, meinte die junge, blondhaarige Ärztin und fing an die Wunde zu nähen.

„Ich war eben bei Cuddy. Sie hat mir vorübergehend die Leitung für die diagnostische Abteilung übertragen.“, erzählte der dunkelhäutige Neurologe ihr stolz.
„Wow. Na dann herzlichen Glückwunsch.“, gratulierte Allison ihm höflich.
„Danke. Deshalb bin ich auch hierher in die Notaufnahme gekommen. Cuddy hat mir einen neuen Fall übertragen und dafür brauche ich das Team.“, fuhr Foreman fort.
„Oh, klar. Ja, du kannst die beiden wieder mitnehmen. Die zwei waren zwar eine große Hilfe, aber mein Ärzteteam und ich werden das auch so schaffen. Schließlich sind wir bisher auch klar gekommen.“, antwortete ihm die Immunologin, die mittlerweile fertig war mit nähen und streifte sich die blutigen Gummihandschuhe ab, die direkt im Mülleimer landeten.
„Schwester, machen Sie Mr. Smith bitte noch einen Verband um die Verletzung an seinem Arm.“, wies Cameron eine Schwester an, die gerade an ihnen vorbei ging. Dann strich sie sich eine ihre blonden, lockigen Haarsträhnen aus dem Gesicht und stand auf. Foreman tat es ihr gleich.
„Ich werde mich dann mal kurz mit Thirteen und Taub unterhalten.“, meinte er und ging in die Richtung, wo er die beiden erblickte.
„Tu das. Ich muss mich jetzt um den nächsten Patienten kümmern, sagte sie und eilte zu den Sanitätern, die schon wieder jemanden mit einer Trage hereinrollten. Sie drehte sich aber noch einmal zu ihm um und ließ ihn in ihre wunderschönen jadegrünen Augen blicken, bevor sie sich wieder ganz ihrer Arbeit widmete.
„Du kannst immer auf meine Hilfe und die meines Mannes zählen.“, meinte Allison mit einem Lächeln. Dann ging Eric wieder weiter und kam außer Sichtweite.
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Re: 50 Bundesstaaten, 5 Reisende und jede Menge Chaos [FF]

Beitrag#11  von Sandy House » So 18. Jul 2010, 10:36

Kapitel 11: Ein neuer Fall

Schließlich stand er vor Thirteen und Taub, die sich beide zu ihm umdrehten und gleichzeitig verblüfft fragten: „Was machen Sie denn hier?“
„Cuddy hat mir die Leitung für die diagnostische Abteilung übertragen. Das heißt, dass ich vorläufig der Boss bin.“, erklärte Eric.
„Ach, was. Da wären Thirteen und ich sicher nie drauf gekommen.“, ließ der plastische Chirurg einen sarkastischen Kommentar los.
„Wow. Du bist jetzt also mein Boss. Das wird wohl nicht lange gut gehen. Ich hoffe, dass dir das klar ist.“, meinte die brünette Internistin.
„Es ist mit Sicherheit eine Herausforderung für unsere Beziehung, aber ich bin optimistisch, dass wir diese meistern werden.“, entgegnete der afroamerikanische Neurologe, der auch ihr Freund war.
„Wenn du meinst. Sollen wir jetzt alles stehen und liegen lassen und dir im Marschschritt zum Konferenzzimmer folgen oder dürfen wir noch unsere jetzigen Patienten fertig behandeln?“, meinte die junge Frau namens Remy, die an Huntington litt, etwas genervt und verdrehte die Augen.
„Kümmert euch um eure Patienten. Dann kommt ihr anschließend in die diagnostische Abteilung.“, antwortete Foreman.
„Wieso sollte ich eigentlich Ihren Anweisungen Folge leisten? Ich arbeite für House und nicht für Sie.“, stellte Taub klar.
„House ist aber nicht da und ich habe im Moment das Sagen. Also folgen Sie jetzt meinen Anweisungen oder müssen wir erst zu Cuddy gehen und das klären?“, entgegnete der vorläufige Chef.
„Ich würde letzteres sagen. Sie sind sowieso nur ein billiger Abklatsch von House. So was wie die Light Variante würde ich sagen.“, ließ sich der Schönheitschirurg jedoch nicht so leicht klein kriegen.
„Komm, Taub. Der Aufwand ist es nicht wert. Mal sehen wie weit er kommt, bis er merkt, dass er die Abteilung nicht alleine leiten kann und Hilfe braucht.“, wandte Thirteen sich an ihren Kollegen.
„Vielen Dank für euer Vertrauen. Es freut mich, dass ihr so viel von meinen Fähigkeiten haltet.“, meinte Foreman bissig zum Abschied und seine Stimme troff nur so vor Ironie. Dann verließ Eric die Notaufnahme und machte sich auf den Weg zur diagnostischen Abteilung.

Einige Zeit später, Konferenzzimmer der diagnostischen Abteilung:

Foreman hatte die Patientenakte für die zwei anderen Teammitglieder kopiert und die beiden waren auch schon darin vertieft.
„Wow. Den Typen kenn´ich.“, sagte schließlich Thirteen.
„Was?“, fragten Foreman und Taub verwundert.
„Nicht, was ihr vielleicht denkt. Der Kerl war heute schon als Patient bei mir in der Notaufnahme. Ich habe ihn behandelt, aber er ist zusammengebrochen und wurde deshalb stationär aufgenommen. Er ist Computerspieleentwickler und verdient jede Menge Geld. Heute Morgen war er also in der NA und hat darüber geklagt, dass seine Hände wie Feuer brennen.“, erklärte die brünette Internistin ihren zwei Kollegen.
„Dann frage ich mich warum Cuddy gemeint hat, dass mich der Fall interessieren könnte. Das hört sich nicht gerade spannend an.“, beklagte sich der dunkelhäutige Arzt.
„Das hat sie bestimmt mit Absicht gemacht. Schließlich muss unsere Chefin ja auch zusehen, dass nicht zu viel Schaden angerichtet wird. Mit diesem langweiligen Fall müssten selbst Sie zu Recht kommen.“, konterte Chris.
„Warum sind Sie bloß so feindselig gegen mich?“, erkundigte sich Eric daraufhin.
„Ich lasse mir nur von Ihnen nichts sagen. Sie sind ein arroganter Möchtegern und halten sich für was Besseres als die anderen. Ich will Sie nur etwas von ihrem hohen Ross runterholen. Das ist alles.“, antwortete der plastische Chirurg daraufhin.
„Könnten wir uns dann wieder auf den Fall konzentrieren? Eure Streitereien nerven mich tierisch.“, unterbrach Remy die zwei Streithähne.
„Du hast Recht. Wir sollten uns lieber um unseren Patienten kümmern.“, stimmte der Neurologe ihr zu.
„Gut, also hier steht, dass er verlangt, dass wir einen Test gegen Quecksilbervergiftung durchführen.“, las die junge Ärztin aus der aufgeschlagenen Akte vor.
„Und warum sollten wir das tun?“, hakte der vorläufige Abteilungsleiter nach.
„Weil er im Internet recherchiert hat, welche Erkrankung für seine Symptome in Frage kommen könnte.“, antwortete sie.
„Oh, Mann. Das ist ja mal wieder typisch. „Dr. Google“ weiß mal wieder alles.“, gab Taub genervt von sich.
„Ja, manche Leute glauben, dass das Internet auf jede Frage eine Antwort hat. Was ist jetzt, Boss? Soll ich einen Test auf Quecksilbervergiftung machen oder sollen wir hier noch länger Däumchendrehen? Vielleicht sollte ich mir morgen ein Kopfkissen mitbringen, damit ich nicht einschlafe.“, meinte Remy, die mal wieder auf Foremans langweilige Art anspielen wollte.
„Gut, mach den Test. Aber ich werde noch ein ernstes Wörtchen mit dem Patienten reden. Dr. Taub gehen Sie mit. Ich will ja nicht haben, dass Sie hier noch einschlafen.“, entgegnete Foreman daraufhin bissig und die beiden Ärzte standen auf, gingen zur Glastür, öffneten diese und verließen das Zimmer.
„Du glaubst doch nicht wirklich, dass es eine Quecksilbervergiftung ist, oder?“, erkundigte sich Chris bei seiner Teamkollegin.
„Nein, ich denke auch, dass es sehr unwahrscheinlich ist. Dann hätte er schon wirklich sehr viel Sushi essen müssen.“, antwortete diese.
„Was?“, fragte Taub.
„Er hat erzählt, dass er vielleicht zu viel Sushi gegessen hat.“, sagte Remy nur und ging weiter in Richtung Patientenzimmer.

In der Zwischenzeit auf dem Parkplatz vor einem großen Supermarkt in Paterson, New Jersey:

„Ihr beide werdet schön hier drin bleiben, während wir einkaufen gehen. Ich will nicht schon wieder durch irgendwelche blödsinnigen Dinge aufgehalten werden. Aber wehe ihr klaut etwas, dann könnt ihr was erleben, klar?“, wandte House sich unfreundlich an Mr. Monk und dessen Assistentin.
„Ja, es ist wahrscheinlich besser, wenn wir hier drin bleiben. Wer weiß auf welche Gedanken mein Boss sonst noch kommt.“, stimmte Natalie ihm zu.
„Yo, Kumpel, was geht ab?“, meinte Alvie gut gelaunt und verließ das Fahrzeug, ebenso wie House und Wilson.
„Na was ist, Wilson? Hast du wieder eine ellenlange Einkaufsliste dabei oder können wir uns aussuchen, was uns gerade in den Kram passt?“, erkundigte Greg sich bei James.
„Nein, ich habe keine Liste dabei.“, antwortete dieser.
„Das hört sich doch schon mal gut an. Was meinst du, Alvie?“, richtete der Diagnostiker wieder das Wort an seinen Kumpel.
„Klasse, Mann.“, lautete der Kommentar von Alvie und die drei gingen auf den Supermarkt zu. Schließlich standen sie vor den sich automatisch öffnenden Glastüren, die sich öffneten und das Trio betrat das Geschäft.
Zuletzt geändert von Sandy House am Mi 17. Nov 2010, 23:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 50 Bundesstaaten, 5 Reisende und jede Menge Chaos [FF]

Beitrag#12  von Sandy House » Mo 19. Jul 2010, 13:32

Kapitel 12: Im Supermarkt

Als erstes kamen sie zu einem Regal mit den Backwaren, wo House sich auch schon gleich eine Packung mit Hamburger Brötchen, Toastbrot, Bagels, Donuts und Muffins schnappte und in den Einkaufswagen legte.
„Ich sag´dir eins. Wenn du Unmengen an Lebensmitteln in den Einkaufswagen wirft, kannst du die auch alle bezahlen. Ich habe keine Lust nachher an der Kasse eine immense Summe zu bezahlen.“, stellte sein Freund Wilson gleich mal klar.
„Okay, wenn es dir so viel bedeutet, dann werde ich eben meine Kreditkarte benutzen, zufrieden?“, entgegnete Greg und verdrehte genervt die Augen.
„Du brauchst gar nicht die Augen zu verdrehen, mein Freund. Ich habe erst die Sachen an der Tankstelle, den Sprit fürs Wohnmobil und das Essen im Restaurant bezahlt. Jetzt bist du mal an der Reihe.“, meinte James daraufhin verärgert.
„Lasst euch bloß nicht hetzen, hier fliegen die Fetzen,yo. Jetzt geht es hier richtig ab.“, ließ Alvie einen Kommentar los und folgte seinem Kumpel, der sich mittlerweile wieder in Bewegung gesetzt hatte. Auch der Onkologe folgte mit dem Einkaufswagen. Die drei schlenderten durch die Gänge und blieben hier und da vor den verschiedenen Regalen stehen, um etwas zu holen.

Sie hatten schon eine Packung mit Hamburger Brötchen, Toastbrot, Bagels, Donuts, Muffins, Cola PET-Flaschen, Cola Dosen, Limonade, Bier, Salat, Tomaten und Gurken gekauft, als sie zu den Süßigkeiten und Knabberzeug kamen.
„Schau mal was die hier haben, House. Erinnerst du dich noch an die eine Sache in Mayfield? Weißt du was ich meine?“, wandte Alvie sich gutgelaunt und mit einem Grinsen im Gesicht an seinen Freund.
„Aber klar doch. Chips und Dips. Da holen wir gleich zwei Packungen davon und Nachos. Außerdem sollten wir auch noch Schokolade, Popcorn und Marshmallows kaufen. Das ist nie verkehrt.“, meinte Greg ebenfalls grinsend und räumte die genannten Sachen in ihren Einkaufswagen. Während Alvie und House immer noch bei den Naschsachen standen und sich nur schwer entscheiden konnten, war Wilson schon mal zum Kühlregal gegangen und hatte Milch, Aufschnittkäse und Toastkäse in Scheiben geholt, die er nun ebenfalls in den Wagen räumte.
„Kommt ihr zwei. Wir gehen jetzt noch zur Fleischtheke und dann denke ich, dass wir dann vorläufig alles haben, was wir brauchen.“, wandte sich der Onkologe an die beiden und steuerte besagtes Ziel an.
„Okay, wie du meinst. Es wird auch Zeit, dass wir zum Wohnmobil zurückgehen. Wer weiß, was dieser Irre schon wieder für ein Chaos angerichtet hat.“, sagte Greg und spielte auf Mr. Monks seltsame Art an. James stöhnte daraufhin nur einmal genervt und ging weiter.

Als sie an der Fleischtheke fertig waren, Wilson hatte Hackfleisch für die Hamburger und etwas Schinken gekauft, begaben sie sich also zur Kasse und House hielt tatsächlich Wort. Er bezahlte alles mit seiner Kreditkarte und als die drei alles wieder eingeräumt hatten, fuhren sie mit dem Einkaufswagen über den Parkplatz zu ihrem Fahrzeug, wo sie dann alle gekauften Waren ausluden und der Onkologe sorgte natürlich gleich dafür, dass alles an seinen richtigen Platz kam. Alvie fuhr den Einkaufswagen wieder zurück und die Reise konnte weiter gehen.

Währenddessen im Labor des PPTHs in Princeton, New Jersey

Thirteen hatte dem Patienten Blut für den gewünschten Test auf Quecksilbervergiftung abgenommen und führte nun besagten Untersuchung mit Taub im Labor durch. Sie waren gerade damit fertig geworden als Foreman hereinkam und sich an seine Freundin und Untergebene wandte.
„Liegt der Befund schon vor?“, erkundigte er sich nach dem Ergebnis des Tests.
„Ja und welch Überraschung, er ist negativ.“, antwortete Taub stellvertretend mit sarkastischem Unterton und reichte dem vorübergehenden Abteilungsleiter das entsprechende Blatt Papier.
„Schön. Dann wird der Patient ja wohl zufrieden sein und wir können endlich unsere Arbeit machen. Ich denke es ist CRPS. Deshalb ordne ich eine Rückenmarksstimulation an.“, gab der Neurologe dem Team Anweisung. Daraufhin verließen 13 und Taub den Raum, um sich zum Zimmer des Patienten zu begeben und auch der Afroamerikaner verließ das Labor. Allerdings machte dieser sich auf den Weg zu House´Büro, das vorläufig ihm gehörte.
Zuletzt geändert von Sandy House am Mi 17. Nov 2010, 23:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Sandy House
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