Kapitel 13: Der Tag neigt sich dem Ende zu
Die junge brünette Internistin Dr. Remy Hadley und ihr Kollege der Schönheitschirurg Dr. Chris Taub betraten mit den Testergebnissen und der Einverständniserklärung für die Rückenmarksstimulation in den Händen, das Zimmer des Patienten.
„Ist das Ergebnis des Tests auf Quecksilbervergiftung schon fertig?“, begrüßte sie schon dieser, kaum, dass die beiden den Raum betreten hatten.
„Ja, der Wert lag bei 2,8 pro Deziliter. Sie haben keine Quecksilbervergiftung.“, gab Thirteen ihm Auskunft.
„Ich weiß, dass dieser Wert über Normalwert liegt. Ich will eine Quecksilberausleitung.“, meinte der Patient jedoch nur und ließ sich nichts sagen.
„Ah ja. Natürlich. Wozu braucht man heute noch Ärzte, wenn man im Internet seine Krankheiten googlen kann.“, konnte Taub es nicht lassen einen sarkastischen Kommentar los zu lassen.
„Ha, ha. Sehr witzig, Sie Komiker.“, entgegnete der Patient bissig.
„Hören Sie, unser Boss denkt, dass es eine CRPS ist und will, dass wir eine spinale Stimulation durchführen. Der Wert ist einfach nicht hoch genug, als, dass es eine Quecksilbervergiftung sein könnte.“, fuhr die brünette Ärztin fort.
„Sie wollen mir also aufgrund einer Vermutung Ihres Chefs eine Nadel in den Rücken stechen?“, entgegnete der Patient.
„So sieht es aus. Wir sind Ärzte und Sie sollten uns unseren Job machen lassen. Unterschreiben Sie bitte hier. “, sagte der plastische Chirurg und hielt ihm eine Einverständniserklärung hin.
„Vergessen Sie´s. Ich will lieber eine Chelat-Therapie, Doc.“, weigerte sich aber Vince, der Computerspieleentwickler.
„Na schön. Wir werden unserem Boss Bescheid sagen.“, meinte Chris daraufhin und er verließ mit seiner Kollegin den Raum. Die beiden machten sich auf direktem Weg zu Foreman. Sollte dieser doch dem Patienten mal die Meinung sagen. Schließlich war er vorrübergehend der Abteilungsleiter und konnte sich mit solchen Dingen herumärgern.
In House´Büro:
Foreman saß auf House´Bürostuhl an dessen Schreibtisch in dessen Büro. Er wollte sich gerade House´Ball, der von diesem Bally genannt wurde, schnappen, als die Glastür aufschwang und Cameron und Chase den Raum betraten. Beide waren umgezogen und hatten eine Tasche umhängen.
„Hey, Foreman. Na, wie geht´s? Ich habe gehört, dass du vorrübergehend die Diagnostik leiten darfst. Herzlichen Glückwunsch.“, sagte der blonde Australier freundlich, ging auf seinen Kollegen zu und streckte ihm die Hand hin, um ihm zu gratulieren. Der afroamerikanische Neurologe ergriff die Hand des jungen Intensivmediziners und Chirurgen und schüttelte diese.
„Danke für die Glückwünsche. Meine Freundin und Taub waren nicht so begeistert darüber.“, antwortete Foreman freundlich.
„Die werden sich schon noch dran gewöhnen. Hast du noch etwas Zeit für ein wenig zu plaudern?“, fragte Robert Eric.
„Ja, ein paar Minuten lassen sich schon noch einrichten.“, entgegnete dieser.
„Ach, übrigens. Ich habe genau gesehen, dass du House´Ball anfassen wolltest. Das würde ich an deiner Stelle lieber lassen.“, meldete sich nun Cameron zu Wort, setzte sich auf einen der beiden Stühle vor House´Schreibtisch und stellte ihre Tasche auf den Boden. Ihr Mann tat es ihr gleich.
„Danke für den Tipp. Aber House ist im Moment nicht hier. Ich werde aber trotzdem die Finger davon lassen. Ich brauche keinen Ball, um einen Fall zu lösen.“, sagte der dunkelhäutige Arzt.
„Irgendwie erinnert mich das hier ein wenig an die alten Zeiten. Wisst ihr was ich meine? Wir drei sitzen hier zusammen und unterhalten uns. Fehlt nur noch House.“, beteiligte sich nun Chase wieder an der Unterhaltung.
„Ja, das stimmt. Apropos, House. Weißt du vielleicht wie es ihm geht?“, wandte Allison sich an Eric.
„Keine Ahnung. Ich glaube, da musst du Cuddy fragen. Ich weiß nur, dass Wilson ebenfalls nicht da ist, weil er mit ihm eine Rundreise durch die USA macht. Mehr kann ich dir aber nicht sagen.“, antwortete dieser.
„Okay, trotzdem vielen Dank. Ist Thirteen auch noch hier im Krankenhaus? Ich habe hier noch die Akte des Patienten mit den Einweisungspapieren dabei. Sie hat vergessen sie zu unterschreiben.“, fuhr die junge, blonde leitende Oberärztin der Notaufnahme und Immunologin fort und strich sich eine Strähne ihrer langen, lockigen blonden Haare nach hinten zurück, nachdem sie ihr ins Gesicht gefallen war, als sie sich gebückt und ihre Tasche, die sie auf dem Boden abgestellt hatte, öffnete, besagte Akte herausholte und Foreman reichte.
„Ja, sie ist zusammen mit Taub im Zimmer des Patienten und holt sich die Einverständniserklärung für eine Rückenmarksstimulation.“, antwortete der afroamerikanische Neurologe. Allison wollte gerade etwas sagen, als abermals die Glastür aufschwang und Dr. Remy Hadley und Dr. Chris Taub das Zimmer betraten.
„Haben Sie die Einwilligungserklärung?“, erkundigte sich Foreman bei dem Team.
„Nein, der Typ meint immer alles besser zu wissen als seine behandelnden Ärzte.“, antwortete der Schönheitschirurg.
„Na gut. Ich kümmere mich morgen darum. Für heute reicht es. Ihr könnt Feierabend machen. Ich werde gleich auch gehen. Mit dem Patienten kann ich auch morgen noch ein ernstes Wörtchen reden. Wir sehen uns nachher. Um sieben Uhr essen wir zu Abend, Remy.“, wandte sich der vorläufige Abteilungsleiter bestimmend an seine Freundin.
„Sagen wir besser acht Uhr, Eric.“, antwortete diese daraufhin, doch ihr Freund meinte daraufhin nur: „Ich habe schon einen Tisch reserviert.“ Damit war dann das Thema beendet und Taub und Thirteen gingen rüber ins Konferenzzimmer. Dort schnappten sie sich ihre Taschen und Jacken und verließen das Zimmer.
„Ich finde es zwar sexy, wenn er mal den Boss hängen lässt, aber das finde ich doch ein bisschen zu bestimmend. Warum macht er mir Vorschriften, wann wir zu Abend essen? Was soll das?“, wandte 13 sich an ihren Kollegen.
„Geh doch einfach nicht hin. Wenn du nicht auftauchst, wird er schon merken, dass er einen Fehler gemacht hat.“, gab er ihr einen Rat.
„Danke für den Tipp. Das werde ich wahrscheinlich auch machen. Schließlich bin ich nicht seine Marionette.“, sagte die brünette Internistin und verabschiedete sich von Taub.
„Keine Ursache. Wir sehen uns morgen. Schönen Feierabend.“, erwiderte dieser und gemeinsam verließen sie nun das PPTH und gingen zu ihren Autos, die auf dem Parkplatz vor dem Krankenhaus standen.
In Cuddys Büro:
Cuddy schlug gerade die letzte Akte auf ihrem Schreibtisch zu, fuhr ihren Computer herunter und packte ihre Tasche. Als sie damit fertig war, ging sie zur Garderobe und zog sich ihre Jacke an. Dann löschte die Endokrinologin anschließend das Licht und eilte schnellen Schrittes zum Ausgang und von dortaus über den Parkplatz zu ihrem Auto. Sie konnte es kaum erwarten wieder bei ihrer kleinen süßen Tochter Rachel zu sein. Die Nanny würde auch bald Feierabend machen und dann könnte sie sich einen schönen Abend mit ihrem kleinen Schatz machen.
In Cuddys Haus:
Ungefähr eine Viertelstunde stand sie vor ihrer Haustür, kramte ihren Schlüssel aus der Tasche und sperrte die Tür auf. Lisa betrat ihr Haus und wurde auch schon von ihrer Nanny begrüßt, die ihre süße Maus, wie die Klinikleiterin des PPTH und Mutter von Rachel, ihre Tochter manchmal liebevoll nannte, auf dem Arm.
„Na wie geht es denn meinem Schatz? Hatte meine süße Rachel Maus einen schönen Tag?“, wandte sie sich freundlich an die Kleine und nahm diese nun auf den Arm.
„Hat sie sich benommen? Hat sie schon was gegessen?“, erkundigte sie sich nun bei der Nanny.
„Ja, wir beide hatten einen guten Tag. Zu Abend gegessen hat sie auch schon. Dann bis morgen, Dr. Cuddy.“, verabschiedete sich diese von ihr und verließ das Haus. Cuddy schlenderte nun mit ihrer Tochter ins Spiel- und Schlafzimmer von Rachel. Dann legte sie sie ihr kleines Mädchen sanft in ihr Bettchen und deckte sie zu.
„Möchtest du noch deinen Lieblingsschnuller?“, fragte sie die Kleine.
„Ja, Mummy haben.“, antwortete das Kleinkind.
„Wie lautet das Zauberwort?“, fragte Lisa freundlich mit einem Lächeln im Gesicht.
„Bitte.“, antwortete Rachel.
„So ist es brav. Hier ist dein Schnuller, meine kleine süße Maus.“, sagte ihre Mutter, holte besagten Schnuller und gab ihn ihrer Tochter.
„Was für eine Gute-Nacht-Geschichte soll Mummy dir denn heute vorlesen?“, fragte sie ihr kleines Mädchen und holte einige der Bilderbücher und hielt sie ihr hin. Rachel schaute sie sich an und deutete dann auf eines.
„Okay, dann fangen wir mal.“, sagte Lisa und legte die anderen Bilderbücher wieder beiseite. Sie las ihrer Tochter noch ein wenig vor, gab ihr einen Gute-Nacht-Kuss.
„Möchtest du noch deinen Plüsch Winnie Pooh haben oder ein anderes deiner Kuscheltiere?“, fragte Cuddy lächelnd und das Kleinkind antwortete: „Will Winnie Pooh haben, bitte.“
„Hier ist er, meine Süße und nun schlaf gut.“, sagte Rachels Mutter freundlich, gab ihr das Plüschtier und löschte das Licht, als sie das Zimmer verließ.
In der Zwischenzeit bei House und den anderen:
House und seine vier Mitreisenden hatten mittlerweile den Bundesstaat New Jersey verlassen und machten nun New York unsicher. Einige Meilen von New York City entfernt, entdeckte Wilson ein Hinweisschild für einen Campingplatz.
„Hey, House. Wir sollten dorthin fahren und für heute dort übernachten. Du hast doch auch bestimmt Hunger. Wir könnten uns dann Hamburger machen und Marshmallows grillen.“, schlug dieser vor und zeigte mit dem Finger auf das Schild.
„Das ist eine gute Idee. Hast du es mitbekommen, Alvie? Wir fahren auf diesen Campingplatz.“, wandte Greg sich dann an seinen Kumpel aus Mayfield.
„Geht klar, Mann. Den Platz sehen wir uns mal an.“, antwortete dieser und fuhr zu ihrem nächsten Rastplatz.





